Wolkensturz


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2 Kommentare zu “Wolkensturz”

  1. delamotte
    22. November 2013 um 10:57

    »Mutter, mir ist auch so zumut«, sagte Otto. »Eure Worte rufen mir Bilder herauf, die tief, tief, wie ungelöste, anmutig verflochtene Rätsel in meinen Gedanken liegen. Und reisten wir nicht, als ich mich besser besinnen lernte, weiter? Ging es nicht über hohe Berge hin, die voller schönen Weintrauben hingen, und standen wir nicht einmal dicht über einer schäumenden und donnernden Wasserflut? Oder war es vielleicht ein zürnendes Gewitter unter uns in weißlich bläulichen Wolken?«
    »Das war der herrliche Rheinfall, mein lieber Sohn«, entgegnete Hilldiridur. »Ich weiß noch wohl, wie du freudig in die Händchen klopftest, und dein Jauchzen, das in dem Gedonner des Wogensturzes verschwamm, hellfunkelnd aus deinen glühenden Wangen und Augen strahlte, so heftig die Bretter auch erbebten, auf denen wir standen. Da küßte der starke Hugur inbrünstig dich und mich, und rief jubelnd mit seiner Löwenstimme durch das Tosen der Flut: ›Das ist mein echter, tapfrer Sohn! Hab’ Dank für die Bewährung, du Heldenprüfer, gewaltiger Rhein!‹« (Friedrich de la Motte Fouqué: Der Zauberring)

  2. Mein unsichtbares Auge
    22. November 2013 um 11:01

    Um das Oberflächenverhalten der Wolken von oben aus der Nähe zu erforschen, werden nicht etwa Wetterballons eingesetzt, sondern Feldlerchen, die an den Füßen mit Miniaturkameras ausgestattet sind, durch die Wolkendecke hindurch geschossen. Auf dem Scheitelpunkt angelangt bleiben die Lerchen für etwa 20 Sekunden in direkter Wolkennähe stehen, bevor sie zurück auf die Erde sacken.

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