Rheinkiesel (8)

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Irische und britische Missionare, weiß die Geschichtsschreibung, hatten wesentlichen Anteil an der Kultivierung und Alfabetisierung der alpenrheinischen Bevölkerung. Wenig beachtet wurden in diesem Zusammenhang bis heute die Rheinkiesel, die schon viel länger als die menschliche Schriftkultur existieren und ganze Alfabete (griechisch, lateinisch, Runen), gleichsam vor deren “Erfindung”, aus Bergeshöhen an den Gestaden ablieferten. Wie weit die Kieselbuchstaben von rheinischen Frühbesiedlern genutzt wurden, ist praktisch unerforscht. Wir zeigen an dieser Stelle vier exemplarische Fundstücke: A und N sowie Λ (Lambda) und Φ (Phi). Die weitaus häufigsten heute aufzufindenden Buchstaben, die sonder Zahl die Kiesbänke des Alpenrheins bilden, sind die lateinischen A, O und X, eine rätselhafte Kombination, wie auch die Buchstabenbildung der Kiesel ein rätselhaftes Fänomen bleibt, mindestens ebenso rätselhaft wie die Portraits durchaus rheinferner Persönlichkeiten, die auf einzelnen Kieseln auszumachen sind und denen wir uns in kommenden Folgen dieser Serie zuwenden werden. (Bilder: Heidi Starck)


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Ein Kommentar zu “Rheinkiesel (8)”

  1. Ludwig Janssen
    8. November 2013 um 08:07

    OH! Ich sehe (oben) ein mesozoisches @ aus der Zeit der Flügitalisierung der Pterosaurien. Unschwer zu erkennen, dass damals A-lles, aber auch wirklich alles, größer wAr. :) Faszinierender Wurf über die stillen Wasser des Rheins, ich sehe ihn titschen, den wackeren Kies~►~•~~~el~el~el~el~el~el~~~~~▼.~_▄_

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