Rheindelfin

delfin am rhein_kölnhoch9Nach in der Ruinaulta bisher leider nur zu vermutenden Alpendelfinen präsentieren wir nun einen ganz realen Rheindelfin mitten im Herzen Kölns. Die Aufnahme stammt von Heike Frielingsdorf, bei der die Bildrechte liegen und deren wunderbare Kölner Veedelsansichten wir künftig gelegentlich hier einstreuen dürfen. Wer nicht so lange warten möchte, besucht Heike Frielingsdorfs Website kölnhoch9. Dort findet sich neben zahlreichen Kölnansichten auch die Möglichkeit, einzelne Motive als Frühstücksbrettchen zu erstehen.


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5 Kommentare zu “Rheindelfin”

  1. Ludwig Janssen
    1. August 2013 um 13:19

    “…
    Frühstücksbrettchen zu erstehen
    …”

    Das rammt einem die provinzielle Faust in die ob des Titels gespannte Erwartung, nicht anders als sie mir hier:

    http://rheinsein.de/2013/04/24/rheinschlamm-und-treibholz/

    in die Magengrube fuhr, als ich las, dass, wer sich Künstler die Toga “Land-Art” umwirft (umkünstelt?), im Klever Kurhaus ein wenig, nein, wenig beuysianisch daherkommt und Schlamm inszeniert, inwändig:

    Land-Art unter Dach und Fach. So inzähmiert sich die Provinz, was wild in ihr (auf)wuchs und erst, wie am Akt des “Inhousing of Land-Art” verdeutlicht, post mortem “begehbar gemacht wird”.

    Seufz.

    Sind halt Frühstücksbrettchen, (v)erständliche.

    :)!

    [Das Foto gewinnt erst über den Text]

  2. Stan Lafleur
    1. August 2013 um 19:59

    Überraschungseffekte sind auf rheinsein durchaus bisweilen beabsichtigt. Der Kontext macht die Musik. Richard Long gilt gemeinhin als Land Art-Institution. Um Land Art auch kommerziell zu verwerten, haben viele Land Art-Künstler sie – wie ich las: bewußt – musealisiert. In der Tat eine Inzähmierung (schöner Begriff!), wohl auch Virtualisierung der vermutlich genuinen Absicht, welche die oft langwierigen Schöpfungsprozesse im Gelände auf eine monetäre Ebene je nach Sichtweise: hebt/senkt. Wieweit/inwiefern (genau) Heike Frielingsdorf ihre Kölner Veedelsansichten als Kunst betrachtet, ist mir bisher nicht bekannt und tut an dieser Stelle (für mich) wenig zur Sache: der Delfin erinnerte mich sofort an die im obigen Beitrag verlinkte Stimme eines Rafting Guides in der Graubündner Rheinschlucht. Es werden weitere Fotos von Heike Frielingsdorf auf rheinsein folgen, weil sie mir das dankenswerterweise erlaubt hat: Fotos, die dann ohne zusätzlichen Text wirken dürfen.

  3. Ludwig Janssen
    2. August 2013 um 00:57

    War auch eher verzögertes Abblasen über das Spektakel in Kleve, was ich hier abließ. Spiegelt auch mein Unbehagen, dass ich als in Kleve Aufgewachsener im Umgang mit Beuys empfand/empfinde. Veedelsansichten aus der preußischen Rheinprovinz haben, sicherlich auch “auf Frühstücksbrettchen”, ihren eigenen Charme. Aber, und jener Gedanke kam und sitzt mir immer noch grinsend quer, das in Kleve war in der Tat Frühstücksbrettchen Deluxe. :)

    Werde mal stöbern, ob auch Andy Goldsworthy Indoor-Lan-Dart-Partys zu landen versucht. Wenn ja, wickle ich demnächst einen Felsen in einem der Bäche hier in ALDI-Tüten.

    Heute Nacht die Milchstraße betrachtet. Hier auf dem Land wenig Streulicht – es war wunderbar. Hätte ich eigentlich im Fernsehen anschauen sollen, da passt so ein Sternenhimmel locker rein. ;)

  4. Ludwig Janssen
    2. August 2013 um 14:22

    Rheinfidylle, assoziativ

    Da wird man veezich, und
    (veertig verder fluss
    abwärts) fühlt die Jahre
    runden sich, ist fertig
    fetzig setzte an ein t
    o weh! ist fettzig, veezich
    fädich
    ab
    Immherhin, oben
    drüber ein Dellfynn
    blau? genau!

  5. Hartmann Schedel
    15. November 2013 um 12:33

    ALs Ludwig der Vienensisch delphyn in das Elsas der gegent ettwen Gallischer yetzo Teuetscher nation in die Basilischen landschaft schier alle Gallische ritterschaft außgefueert ven den von Basel große forcht eingeiagt het do schickten die Schweytzer den von Basel als iren aydgenoßen viertawsent iung starck streytper mann zu hilff. Als nw an den Delphin gelanget das sie zu der statt zueyleten do leget sich der Delphyn mit seinem heer zwischen die statt vnd die Schweitzer. die sich doch zu fueßen an dreyssigtawsent geraysig mann zu streyt richteten[.] also ward zu beder seytten mit grossen kreften gefochten. Zu letst lagen die Schweitzer vberwunden vnd vberwindende vermueedet ernyder also das ir gar wenig empfluhen vnd die andern alle erschlagen wurden. doch vergienge gar selten ein Schweitzer vngerochen. auß denen mer Gallischen oder Frantzosen gefunden warden die mit der Schweitzer lantzen oder spiessen durchstochen den feind zeschlahen mitten durch die spiess oder lantzen ein fallende rachsal empfangner wunden begerten.

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