Käptn Ahab am Rheinfall

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“Modi Bick” hat Horst Taug diese archaische Szene vor Rheinfallkulisse betitelt. Ob der Sprachdreher in Anlehnung an Modigliani, das französische “maudit” oder (wie offenbar das Bild selbst) im Rausch entstanden ist, bleibt unklar.

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Der deutlich gesittetere Strich dieses Werkes (“Ahab am Rheinfall”) weist gleichermaßen auf die sprichwörtliche Stille im Augenblick des Triumfes wie auf den nüchternen Zustand des Schöpfers.

Beide Skizzen des historischen Zweikampfes zwischen Käptn Ahab und Moby Dick, verlegt an den Rheinfall, wurden uns zugesandt von Michael Taug, Anwalt in der Rechtsabteilung eines rheinischen Konzerns. Auf die üblichen redaktionellen Rückfragen, wann und aus welcher Motivation er die Werke geschaffen und ob er jemals persönlich den Rheinfall besucht habe, kam eine verstörende Antwort, die wir nur auf Herrn Taugs ausdrücklichen Wunsch weitergeben: “So etwas mache ich nicht. Der Künstler hieß Horst Taug. Aus dem Horst hätte etwas werden können, hätte er sich nicht zu Tode gesoffen. Am Ende sah er sogar Walfische in Waschbecken schwimmen. Die Zeichnungen müssen wohl damit zu tun haben. Am Rheinfall waren wir, ja, als Kinder. Da hatte er nur Saft getrunken, glaube ich. Ob Sie dieses Zeug ins Netz stellen oder nicht, ist mir egal. Der Horst hätte es gut gefunden.”


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