Der rheinische Biber (3)

In den folgenden Nächten warteten wir vergeblich auf die Rückkehr des Bibers. Jedoch gelang es, im kinnhohen Wasser von Fledermäusen umflogen den reißenden Vaduzer Kanal durchwatend, ein kleines Inselreservoir zu erreichen, in dem wir eindeutige Hinterlassenschaften des vermuteten Tiers fotografieren konnten:

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Bild 1: Vom Biber befallener Baum

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Bild 2: Bibertypische Schneidezahneinfräsungen

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Bild 3: Was, wenn nicht Bibergenagsel

Neben diesen erschlagenden Fotobeweisen gelangen auch Aufnahmen einer für rheinische Verhältnisse fremdartigen Losung, die wir in ein kanadisches Fachlabor einschickten und bis zum Eintreffen der Expertise zurückhalten. Die liechtensteinischen Biberzweifler dürfen sich unterdessen warm anziehen.

Nebenbei, für Freunde der gehobenen Lyrik: das schönste Bibergedicht, das wir kennen, verfaßte jüngst rheinsein-Gastautorin Sabine Scho. Es ist hier bei Tiere in Architektur nachzulesen.


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