Quellenangabe

rheinquelle

Direkt am Einstieg zum Tomasee ist ein Schild RHEIN-URSPRUNG angebracht, an seinem Nordufer ein weiteres: RHEINQUELLE. Beide Schilder tragen den gleichsam untertitelnden Hinweis 1320 km bis zur Mündung: Quellenangaben ohne nähere Quellenangabe. Der durchschnittliche Besucher fühlt sich offiziell behinweist und sucht nach der Quelle vergeblich. Weil es aber da steht, wird sie schon irgendwo sein. (Häufig am Ufer, von leicht hilflosem Unterton getragen, zu hören: “Der See ist die Quelle.”) Diverse Autoren (etwa Sererhard) behaupten, der Tomasee berge einen unterseeischen Rheinborn. Tauchgänge, diese Theorie zu überprüfen, unterließen wir jedoch.
Die Länge eines Flußorganismus` anzugeben, muß naturgemäß ein ungefähres Unterfangen bleiben. Aktuellen Meldungen zufolge, soll der Rhein eine ungefähre Länge von 1233 km aufweisen. Solche Zahlen schwanken, je nachdem, von wo bis wo (von wem) gemessen wurde. (Erst neulich lasen wir im Stadt-Anzeiger von Kölner Studenten, die der Meinung waren, der Rhein münde ins Mittelmeer.) Bis ins 18. Jahrhundert, lesen wir nun auf rheintal.de, schwankten die Längenangaben zum noch unbegradigten Rhein zwischen 550 km und 1100 km.


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2 Kommentare zu “Quellenangabe”

  1. weitere Quellenangaben
    22. August 2012 um 13:46

    Der aktuelle Wikipedia-Artikel zur Rheinquelle widerspricht sich gewissermaßen, indem er im Eingangssatz behauptet: “Als Quelle des Rheins gilt der Tomasee im Kanton Graubünden, dessen Ausfluss nach wenigen Kilometern als Rein da Tuma im Vorderrhein (romanisch Rein Anteriur) aufgeht” und später angibt: “Die Quelle des Rheins und des Vorderrheins wird auf dem Atlas der Schweiz des Bundesamtes für Landestopografie und der ETH Zürich nördlich des Rein da Tuma und dem Tomasee angegeben, diejenige des Hinterrheins im Hochtal des Rheinwalds östlich unter dem Rheinwaldhorn.” Die Rheinquelle also nördlich des Tomasees? Aber wo genau? Im weiteren zeigt der Artikel sehr passend die Verwirrung um “die Rheinquelle”, indem die Schwierigkeit, innerhalb der Wassersysteme des Vorder- und des Hinterrheins einen “Hauptfließweg” zu bestimmen, verdeutlicht wird.

  2. Costax
    23. August 2012 um 05:41

    Der Rhein mündet ins Mittelalter.

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