Klassischer Fall wundersamer Vorderrhein-Kefaloforik

placidus_voderrheinkefaloforik

Dieses Deckengemälde in der Klosterkirche Disentis (die Betonung Disentis` liegt auf der ersten Silbe) zeigt den heiligen Placidus beim Fahrt aufnehmenden Entstehensprozeß seiner Heiligkeit: auf Weisung eines Landesherrn überfallen und geköpft, fiel der Gottesmann nicht etwa um, sondern klemmte flugs seinen nunmehr lichtabstrahlenden  Schädel unter den Arm und wandelte einher und heim ins von ihm mitbegründete Kloster, wovon bald Wunderkunde am ganzen Vorderrhein ward, von wo sich die schwer belegbare Geschichte verbreitete, die sich ungefähr um die Wende des 7. zum 8. Jahrhundert abgespielt haben soll – zu einer Zeit also, die später als Startepoche kefaloforischer Moden angesehen wurde, welche bis tief in die heutigen Kuttenträgerszenen reichen. Der große schwarze Vogel rechts oben griff übrigens nicht weiter ins Geschehen ein, sondern überdauerte seinen Schöpfer, Fritz Kunz, als selten genug wahrgenommener symbolisch-pathetischer Einfall.


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