Fischmathematik

Vor gut drei Jahren hieß es in Presseberichten, im Rhein gäbe es 63 Fischarten. Nicht daß irgendein Artikel mehr als eine Handvoll dieser Arten gelistet hätte. (rheinsein hingegen kennt sie alle und noch viel mehr!)
Dieser Tage lassen sich Jubelmeldungen vernehmen à la “Viele Fischarten kehren in den Rhein zurück” (u.a. WAZ, Welt). Die Rede ist von 46 aktuellen Rheinfischarten, darunter Lachse, Maifische, Barben, Koppen und Döbel: “Von den ursprünglich im Rhein vorhandenen Arten fehlt nur noch der Stör. Seine Wiederansiedlung ist in weiter Ferne. Vor einigen Jahrzehnten ist der Fluss für Fischer kaum nutzbar gewesen. Damals ist niemand auf die Idee gekommen, einen Fisch zu essen, weil die Tiere aus dem Maul stanken.”
Abgesehen davon, daß bei Emmerich an Fronleichnam ein kapitaler Stör aus dem Fluß gezogen und stracks wieder in ihn hineingelassen wurde:
Wenn es vor wenigen Jahren noch 63 Fischarten im Rhein gab, und nun, mit der Rückkehr der Rheinfische, 46, so stellt sich die fischmathematische Frage: was geschieht mit der Differenz? (Antworten bitte ins Kommentarfeld.)


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3 Kommentare zu “Fischmathematik”

  1. das ganze elend
    1. August 2012 um 15:00

    Fischsuppe

  2. Kevin Kellner
    1. August 2012 um 18:35

    Es stellt sich doch vielmehr die Frage, wer beobachtet und nachgezählt hat, wieviele Fischarten URSPRÜNGLICH im Rhein vorhanden waren. Wo ist dieses Ursprungsdatum anzusetzen? Anno Null, als der Rhein gebrannt hat?

  3. Malven schmecken anders
    2. August 2012 um 09:30

    Die Differenz schreibt die Presse bei der Steuer ab!

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