Grace de Dieu

grace de dieu deux

grace de dieu

(Fotos: Roland Bergère)

In einem unserer Reisegedichte ist von “Gottes Körperfett” die Rede, einem in dieser Kombination seltenen, womöglich einmaligen lyrischen Motiv. In rheinischem Zusammenhang kam es containerführend zum Wiedervorschein, als unser Korrespondent den Schiffsnamen Grace de Dieu (Gottesgnade) von deutscher Zunge ausgesprochen hörte, was ihm als graisse de dieu (Gottesfett) in den Ohren klingelte. Eine exuberante Übersetzungsvariante für graisse de dieux bietet Google Translate, das uns Fett Gott ausspuckte. Das nennen wir elektronisch-autonomes Nach vorne-Werkeln am Weltsprachgebrauch! Das Prinzip der haarscharfen Verfehlung als optionaler Verständnisverfeinerung bzw In- und Deflektionshilfe bzw Verschleierung des globalen Wortbreis zugunsten der Sache-an-sisch (et vice versa) darf als einer der vielfältigen Antriebe rheinseins gelten. Ob von Gottes Gnade oder Gottes Fett am Laufen gehalten: Hauptsache ein gutes Schmiermittel, das funktioniert!


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