Türkischer Rhein: bewegtbildmanifestierter Halbtraum bzw Sekundenschlaf

Die Energiezufuhr der Stadtbahnlinie 18 rührt ab den südlicheren Kölner Vororten nicht mehr aus der elektrischen Oberleitung, sondern aus den Gleisen selbst, die sich in gegenläufigen Richtungen bewegen und den Passagier in einer Art “Moonwalk für Straßenbahnen” in schwindelerregende Interims- bzw. Traumwelten west-östlicher Richtung entführen. Ab Bonn wird die Fahrt zäh und zäher. Klarsichtgelee beherrscht die Umgebung. Bisweilen bewegt sich anstelle der Bahn die Landschaft, bisweilen bewegt sich (fast) garnichts, bisweilen schwappt die Landschaft als gerahmte Großaufnahme in scheinbar greifbarer Nähe. Aus solch einer allgemeinen Absence heraus, die reale geografische Grundlage dürfte ungefähr bei Spay verortet werden, gelang dieses Digitalisat eines von unbekannter Macht bereits türkisch konnotierten Rheinabschnitts.


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Ein Kommentar zu “Türkischer Rhein: bewegtbildmanifestierter Halbtraum bzw Sekundenschlaf”

  1. Matthias Kehle
    13. März 2012 um 22:16

    Du, das kenn ich: Das ist knapp hinter Daxlanden, kurz bevor die Alb in den Rhein mündet. Oh Heimat!

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