Weltkulturerbe

Die Enge des Tals als dauerhafter Versuch
einer Landstraße. Burgruinen, die aussehen
als seien sie kurz vor der Erfindung von Lego
bereits als Ruinen erbaut. Im dünnen Licht

des Schankraums stürzen zwei Kormorane
in kaum ernstzunehmende Hafenbecken
Ich erkenne Großvater auf seinem Stamm-
platz beim Verfassen der Loreley. Das Singen

der Gleise, gebreakt von einem spontanen
Ausfluß der Bewußtseinsindustrie aus
Richtung des Flatscreens überm Tresen

Wenn etwas ist, ist es Wein und Geschäftssinn
Etikette tötet lautet die Botschaft der Spuckis
halb abgekratzt am Eingang zur Herrentoilette


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Ein Kommentar zu “Weltkulturerbe”

  1. Stan Lafleur
    1. August 2012 um 14:58

    Das Gedicht ist jetzt auch illustriert von Elisabeth Süß-Schwend im Netz zu finden – und zwar hier: http://www.dasgedichtblog.de/weltkulturerbe/2012/07/31/

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