Scheiß-Rhein bei Bislich

„Das einzige Problem für Sabine Alt (Name geändert, Anm.: rheinsein) bei ihrem (…) Auftritt bei den Bislicher Landfrauen war die Anfahrt. Denn entgegen der Ratschläge ihres Navigationsgerätes wählte die beliebte Entertainerin (Berufsbezeichnung geändert, Anm.: rheinsein) und Weseler Eselorden-Trägerin, aus Keppeln bei Uedem kommend, den Weg über Wesel statt über Rees. „Wir waren schon in Xanten. Und Bislich ist dann ja nur noch ein Itzeken entfernt, wenn nur der Scheiß-Rhein nicht dazwischen wäre“, sagte sie unter dem Gelächter der etwa 150 Frauen, die sich im Saal der Gaststätte Brandt (Name geändert, Anm.: rheinsein) zum Herbstfest eingefunden hatten.“


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Ein Kommentar zu “Scheiß-Rhein bei Bislich”

  1. gera
    7. Juli 2011 um 10:39

    Möge doch der Gorrh diese Frau holen!
    Ein eingeschworener Rheinbürger wie ich – Emmerich-gebürtig, Wesel-aufwüchsig, Köln-wohnig und allenfalls im Urlaub weiter als fünf Kilometer vom Strom entfernt – stolpert in den niederrheinischen Flachebenen oft über diese seltsame Rhenophobie.
    Besagtes Wesel z.B., doch so schön an den Rhein geschmiegt, hält seit Menschengedenken klare Distanz zum Ufer. Keine flauschig flussdurchschnittene Innenstadt, keine lauschig lustbewandelte Promenade – nein, das Zentrum liegt wenigstens 20 Fußminuten vom Fluss entfernt. Das Ufer hingegen säumen: düstere Industrieanlagen, ein abgehalftertes Freibad, ein trostloser Sportflugplatz. Wesel, wach auf!

    Außerdem gibt es zwischen Xanten und Bislich eine Fähre!

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