Bedeutungsverschiebung, rheinisch-türkisch

Severin war lt Wikipedia der dritte bekannte Bischof von Köln, und weiter: “Im Jahr 397 soll er, Gregor von Tours zufolge, in der Todesstunde des hl. Bischofs Martin von Tours, mit dem er befreundet war, den himmlischen Chorgesang der Engel vernommen haben.” Noch weiter: seine Gebeine sind in der Kirche St. Severin in einem Goldschrein verwahrt, dessen innerer Holzschrein mit einem Stoff “von wohl byzantinischer Herkunft” ausgekleidet sein soll. Wie auch immer die Byzantiner, im Falle, daß sie überhaupt auf ihn trafen, Severin an- bzw ausgesprochen haben mochten: ihre Nachfahren, die kölschen Türken halten es lt Stadt-Anzeiger wie folgt: “Der heilige Severin war den ersten Einwanderern völlig unbekannt und so bekam die Straße zwischen Severinstorburg und Waidmarkt (mit “Sevenin Straße”, Anm.: rheinsein) den wunderbar übersetzten Namen „Straße der Liebenden“. Folgerichtig müsste ein türkeistämmiger Kölner sein Liebesschloss nicht dort aufhängen, wo es Tausende andere tun. Nicht die Hohenzollernbrücke sondern die „Sevenin Brücke“ ist in Köln die „Brücke der Liebenden“.”


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