Monatsarchiv für Juni 2011

 
 

Rheinische Persönlichkeiten (6)

theo

Horst Wurst: Theo (6) lebt im Tierheim Dellbrück
(Scherenschnitt/Collage; 28 x 33 cm; Farbpapier auf Karton; 2000)

Preis: 40 Euro (Mindestgebot), bei Nichtabholern zuzüglich Versandkosten

rheinsein präsentiert aktuell eine kleine Reihe “rheinischer Persönlichkeiten” aus der Werkstatt von Horst Wurst. Die Scherenschnitt-Collagen entstanden im Jahr 2000 und wurden damals in der Kölner Calcographie gezeigt.

Bisher nicht gezeigt wurden die Hundeportraits, welche Wurst seinem Konvolut “rheinischer Persönlichkeiten” zuschlägt und die nun erstmals auf rheinsein zu sehen sind.

Der Künstler hat uns ermächtigt, seine Werke zum Verkauf anzubieten. Wir bitten um verbindliche Gebote via E-Mail oder Kommentarfunktion bis zum 31. Juli 2011.

Rheinische Persönlichkeiten (5)

apoll

Horst Wurst: Der neun Monate alte Apollo ist definitiv nicht resozialisierbar. Laut Gutachten wird er wohl sterben müssen
(Scherenschnitt/Collage; 21 x 28 cm; Farbpapier auf Karton; 2000)

Preis: 35 Euro (Mindestgebot), bei Nichtabholern zuzüglich Versandkosten

rheinsein präsentiert eine kleine Reihe “rheinischer Persönlichkeiten” aus der Werkstatt von Horst Wurst. Die Scherenschnitt-Collagen entstanden im Jahr 2000 und wurden damals in der Kölner Calcographie gezeigt.

Bisher nicht gezeigt wurden die Hundeportraits, welche Wurst seinem Konvolut “rheinischer Persönlichkeiten” zuschlägt und die nun erstmals auf rheinsein zu sehen sind. Der oben dargestellte Apollo aus Köln erlangte mittels Boulevard-Berichterstattung über Tierheim-Schicksale in einem längst vergangenen Sommerloch vorübergehende Bekanntheit.

Der Künstler hat uns ermächtigt, seine Werke zum Verkauf anzubieten. Wir bitten um verbindliche Gebote via E-Mail oder Kommentarfunktion bis zum 31. Juli 2011.

Rheinische Persönlichkeiten (4)

helmut

Horst Wurst: Helmut Kohl
(Scherenschnitt/Collage; 30 x 40 cm; Farb- und Geschenkpapier auf Karton; 2000)

Preis: 50 Euro (Mindestgebot), bei Nichtabholern zuzüglich Versandkosten

rheinsein präsentiert eine kleine Reihe “rheinischer Persönlichkeiten” aus der Werkstatt von Horst Wurst. Die Scherenschnitt-Collagen entstanden im Jahr 2000 und wurden damals in der Kölner Calcographie gezeigt.

Der Künstler hat uns ermächtigt, seine Werke zum Verkauf anzubieten. Wir bitten um verbindliche Gebote via E-Mail oder Kommentarfunktion bis zum 31. Juli 2011.

Rheinische Persönlichkeiten (3)

karoline

Horst Wurst: Karoline von Günderrode in ihrem Zwinger
(Scherenschnitt/Collage; 33 x 40 cm; Farbpapier auf Karton; 2000)

Preis: 50 Euro (Mindestgebot), bei Nichtabholern zuzüglich Versandkosten

rheinsein präsentiert in loser Folge eine kleine Reihe “rheinischer Persönlichkeiten” aus der Werkstatt von Horst Wurst. Die Scherenschnitt-Collagen entstanden im Jahr 2000 und wurden damals in der Kölner Calcographie ausgestellt.

Erstmals öffentlich gezeigt werden nun drei Hundeportraits, welche Wurst seinem Konvolut “rheinischer Persönlichkeiten” zuschlägt.

Der Künstler hat uns ermächtigt, seine Werke zum Verkauf anzubieten. Wir bitten um verbindliche Gebote via E-Mail oder Kommentarfunktion bis zum 31. Juli 2011.

Rheinische Persönlichkeiten (2)

claudia

Horst Wurst: Claudia Schiffer
(Scherenschnitt/Collage; 25 x 30 cm; Farbpapier auf Karton; 2000)

Preis: 35 Euro (Mindestgebot), bei Nichtabholern zuzüglich Versandkosten

rheinsein präsentiert in loser Folge eine kleine Reihe “rheinischer Persönlichkeiten” aus der Werkstatt von Horst Wurst. Die Scherenschnitt-Collagen entstanden im Jahr 2000 und wurden damals in der Kölner Calcographie gezeigt.

Der Künstler hat uns ermächtigt, seine Werke zum Verkauf anzubieten. Wir bitten um verbindliche Gebote via E-Mail oder Kommentarfunktion bis zum 31. Juli 2011.

Rheinische Persönlichkeiten

bueckler

Horst Wurst: Johannes Bückler alias Schinderhannes
(Scherenschnitt/Collage; 33 x 40 cm; Farbpapier auf Karton; 2000)

Preis: 50 Euro (Mindestgebot), bei Nichtabholern zuzüglich Versandkosten

rheinsein präsentiert in den kommenden Tagen in loser Folge eine kleine Reihe “rheinischer Persönlichkeiten” aus der Werkstatt von Horst Wurst. Die Scherenschnitt-Collagen entstanden im Jahr 2000 und wurden damals in der Kölner Calcographie gezeigt.

Bisher unveröffentlicht sind drei Hundeportraits, welche Wurst seinem Konvolut “rheinischer Persönlichkeiten” zuschlägt und die erstmals auf rheinsein zu sehen sein werden.

Der Künstler hat uns ermächtigt, seine Werke zum Verkauf anzubieten. Wir bitten um verbindliche Gebote via E-Mail oder Kommentarfunktion bis zum 31. Juli 2011.

Eine Geschichte zwischen Rhein und Maas

Der Ex-Obergerichtsvollzieher E., der vor einigen Wochen sein Haus in Bornheim-Widdig in die Luft gejagt haben soll, ist tot aufgefunden worden. Der Mann hatte seine Reihenhaushälfte nicht mehr abbezahlen können. Seine Bleibe sollte am folgenden Tag zwangsversteigert werden. Die Presse sprach von einer „Wahnsinnstat“. (Bezüglich der Immobilienvernichtung.)
Eine Spaziergängerin fand E. im 100 Kilometer von seinem Wohnort entfernten niederländischen Roermond am Maasdeich, in der Nähe des Sees Oolderplas. Der Ex-Obergerichtsvollzieher hatte sich wahrscheinlich mithilfe von Schlaftabletten selbst das Leben genommen. Die Presse konstatierte: „Er soll Bauchspeicheldrüsenkrebs gehabt haben – und kein Geld.“

Strandgut

strandgut-bei-wittlaer

Bei Wittlaer spie der Strom diese Vierfächer-Gefriertruhe aus. In den rheinischen Unterwasserfabriken werden ansonsten hauptsächlich linke Schuhe, Essensreste und Ready-mades hergestellt. (Bild: Rainer Vogel)

Schinderhannes

Dans la forêt avec sa bande
Schinderhannes s`est désarmé
Le brigand près de sa brigande
Hennit d`amour au joli mai

Benzel accroupi lit la Bible
Sans voir que son chapeau pointu
A plume d`aigle sert de cible
A Jacob Born le mal foutu

Juliette Blaesius qui rote
Fait semblant d`avoir le hoquet
Hannes pousse une fausse note
Quand Schulz vient portant un baquet

Et s`écrie en versant des larmes
Baquet plein de vin parfumé
Viennent aujourd`hui les gendarmes
Nous aurons bu le vin de mai

Allons Julia la mam`zelle
Bois avec nous ce clair bouillon
D`herbes et de vin de Moselle
Prosit Bandit en cotillon

Cette brigande est bientôt soûle
Et veut Hannes qui n`en veut pas
Pas d`amour maintenant ma poule
Sers-nous un bon petit repas

Il faut ce soir que j`assassine
Ce riche juif au bord du Rhin
Au clair des torches de résine
La fleur de mai c`est le florin

On mange alors toute la bande
Pète et rit pendant le dîner
Puis s`attendrit à l`allemande
Avant d`aller assassiner

(Von Guillaume Apollinaire aus seinen großartigen Rhénanes. Vom Schinderhannes-Text existiert eine schöne Übertragung ins Deutsche von Paul Celan.)

Bedeutungsverschiebung, rheinisch-türkisch

Severin war lt Wikipedia der dritte bekannte Bischof von Köln, und weiter: “Im Jahr 397 soll er, Gregor von Tours zufolge, in der Todesstunde des hl. Bischofs Martin von Tours, mit dem er befreundet war, den himmlischen Chorgesang der Engel vernommen haben.” Noch weiter: seine Gebeine sind in der Kirche St. Severin in einem Goldschrein verwahrt, dessen innerer Holzschrein mit einem Stoff “von wohl byzantinischer Herkunft” ausgekleidet sein soll. Wie auch immer die Byzantiner, im Falle, daß sie überhaupt auf ihn trafen, Severin an- bzw ausgesprochen haben mochten: ihre Nachfahren, die kölschen Türken halten es lt Stadt-Anzeiger wie folgt: “Der heilige Severin war den ersten Einwanderern völlig unbekannt und so bekam die Straße zwischen Severinstorburg und Waidmarkt (mit “Sevenin Straße”, Anm.: rheinsein) den wunderbar übersetzten Namen „Straße der Liebenden“. Folgerichtig müsste ein türkeistämmiger Kölner sein Liebesschloss nicht dort aufhängen, wo es Tausende andere tun. Nicht die Hohenzollernbrücke sondern die „Sevenin Brücke“ ist in Köln die „Brücke der Liebenden“.”

Die Flüsse

Rhein
Treu, wie dem Schweizer gebührt, bewach` ich Germaniens Grenze;
Aber der Gallier hüpft über den duldenden Strom.

Rhein und Mosel
Schon so lang` umarm` ich dich lotharingische Jungfrau;
Aber noch hat kein Sohn unsre Verbindung beglückt.

Donau in B***
Bacchus der lustige führt mich und Komus der fette durch reiche
Triften, aber verschämt bleibet die Charis zurück.

Donau in O***
Mich umwohnt mit glänzendem Aug das Volk der Phaiaken;
Immer ist`s Sonntag, es dreht immer am Herd sich der Spieß.

Main
Meine Burgen zerfallen zwar; doch getröstet erblick` ich
Seit Jahrhunderten noch immer das alte Geschlecht.

Saale
Kurz ist mein Lauf und begrüßt der Fürsten, der Völker so viele;
Aber die Fürsten sind gut, aber die Völker sind frei.

Ilm
Meine Ufer sind arm; doch höret die leisere Welle,
Führet der Strom sie vorbei, manches unsterbliche Lied.

Pleiße
Flach ist mein Ufer, und seicht mein Bach, es schöpften zu durstig
Meine Poeten mich, meine Prosaiker aus.

Elbe
All` ihr andern, ihr sprechet nur ein Kauderwelsch – unter den Flüssen
Deutschlands rede nur ich, und auch in Meißen nur, deutsch.

Spree
Sprache gab mir einst Ramler und Stoff mein Cäsar; da nahm ich
Meinen Mund etwas voll, aber ich schweige seitdem.

Weser
Leider von mir ist gar nichts zu sagen; auch zu dem kleinsten
Epigramme, bedenkt, geb` ich der Muse nicht Stoff.

Gesundbrunnen zu ***
Seltsames Land! Hier haben die Flüsse Geschmack und die Quellen,
Bei den Bewohnern allein hab` ich noch keinen verspürt.

Pegnitz
Ganz hypochondrisch bin ich vor langer Weile geworden,
Und ich fließe nur fort, weil es so hergebracht ist.

Die ***chen Flüsse
Unsereiner hat`s halter gut in ***cher Herren
Ländern; ihr Joch ist sanft, und ihre Lasten sind leicht.

Salzach
Aus Juvaviens Bergen ström` ich, das Erzstift zu salzen,
Lenke dann Bayern zu, wo es an Salze gebricht.

Der anonyme Fluss
Fastenspeisen dem Tisch des frommen Bischofs zu liefern,
Goss der Schöpfer mich aus durch das verhungerte Land.

Les fleuves indiscrets
Jetzt kein Wort mehr, ihr Flüsse! Man sieht’s, ihr wisst euch so wenig
Zu bescheiden, als einst Diderots Schätzchen getan.

(aus Friedrich Schillers Xenien, 1796)

Dem Erbprinzen von Weimar,

als er nach Paris reisete, in einem freundschaftlichen Zirkel gesungen
(Mel. “Bekränzt mit Laub den lieben” etc…)

So bringet denn die letzte volle Schale
Dem lieben Wandrer dar,
Der Abschied nimmt von diesem stillen Thale,
Das seine Wiege war.

Er reißt sich aus den väterlichen Hallen,
Aus lieben Armen los,
Nach jener stolzen Bürgerstadt zu wallen,
Vom Raub der Länder groß.

Die Zwietracht flieht, die Donnerstürme schweigen,
Gefesselt ist der Krieg,
Und in den Krater darf man niedersteigen,
Aus dem die Lava stieg.

Dich führe durch das wild bewegte Leben
Ein gnädiges Geschick!
Ein reines Herz hat dir Natur gegeben,
O bring es rein zurück!

Die Länder wirst du sehen, die das wilde
Gespann des Kriegs zertrat;
Doch lächelnd grüßt der Friede die Gefilde
Und streut die goldne Saat.

Den alten Vater Rhein wirst du begrüßen,
Der deines großen Ahns
Gedenken wird, so lang sein Strom wird fließen
Ins Bett des Ozeans.

Dort huldige des Helden großen Manen
Und opfere dem Rhein,
Dem alten Grenzenhüter der Germanen,
Von seinem eignen Wein.

Dass dich der vaterländ`sche Geist begleite,
Wenn dich das schwanke Brett
Hinüberträgt auf jene linke Seite,
Wo deutsche Treu vergeht.

(Friedrich Schiller, 1802)

Militärgeschichte: Blüchers Rheinübergang

rheinuebergang

Wikipedia weiß: “Auf ihrem Marsch nach Frankreich nach der Völkerschlacht bei Leipzig in den Befreiungskriegen sammelte sich die Schlesische Armee unter dem Kommando von Feldmarschall Blücher im Dezember 1813 auf der rechten Rheinseite auf einer Breite von Mannheim bis Neuwied. Das Zentrum der Armee mit Blücher und den Korps Yorck und Langeron sammelte sich oberhalb von Kaub auf dem Taunus mit dem Plan, von Weisel durch das Holzbachtal und die Stadt zum Rhein vorzustoßen und diesen hier zu überqueren. In der Neujahrsnacht 1814 setzten die Kauber Lotsen eine Vorhut und erste Truppen in Nachen über den Rhein, während russische Pioniere eine Brücke aus Leinwandpontons bauten. Das Holzbachtal ist seitdem als Blüchertal bekannt und die Straße, die von Weisel nach Kaub hineinführt, heißt Blücherstraße.”

Das nachgestellte Bild zeigt den Rhein in der Neujahrsnacht 1813/14 im Hintergrund als schwarzen, autobahnähnlichen Film, davor drei hochrangige, entschlossene Militärs, unter denen sich auch “Marschall vorwärts” Blücher befinden soll.

Der Rhein bei Quarks & Co

Intensiv mit dem Rhein beschäftigte sich das Wissenschaftsmagazin Quarks und Co des Westdeutschen Rundfunks vom 18. Mai 2010 und förderte dabei einige wissenswerte und vor allem: gut im Netz aufbereitete Informationen zutage. So erfahren wir von rheinischen Tierarten, die anderswo ohne Namensnennung (im Hinterkopf wohl unter: Gekreuch) zusammengefaßt werden. Die Sumpfdeckelschnecke ist in der Lage, ihr Gehäuse mit einem am Fuß verwachsenen Deckel zu verschließen. Der Lachs kann sein Heimatwasser am Geruch erkennen. Die Wollhandkrabbe kneift Angelfäden durch, um sich die Köder zu verschaffen. Es existieren Süßwasserschwämme im Rhein! Die militärische Lage im Krebsreich läßt sich etwa wie folgt zusammenfassen: aus dem Donauischen zugewanderte Schlickkrebse vs Wandermuschel (welche den Krebsschlick nicht verträgt), Höckerflohkrebs vs alle anderen Kleinkrebse, bartelnde Barben vs alle Krebsarten, während der aus den USA eingedrungene Kamberkrebs die Krebspest verbreitet, gegen die er selber immun ist. Ebenfalls aus dem Donauischen stammende Schwebgarnelen dringen via Bodensee allmählich nach Nordwesten vor. Der aktuelle Zählstand bewegt sich bei rund 360 Tierarten „im Rhein“. Eintagsfliegenlarven weiden erstmal ein Jahr lang unter Wasser Algen von Rheinkieseln, bevor sie sich in ihr kurzlebiges Fliegenstadium begeben. Bachneunaugen fressen nur als Querder (ihrem eigenartigen Larvenstadium), nicht mehr als ausgewachsene Tiere. Sowieso herrscht auch unter den Larven Krieg. Jene der Prachtlibelle ist auf die der Köcherfliege aus etc, etc – die Sendung liefert prima Bilder und laienverständliche Erklärungen: ein Highlight unter den kursierenden Rheindokus. Sonst noch zu erfahren: eine weitere Entstehungstheorie, die bis Pangäa und die Entstehung des Mitteleuropäischen Rifts zurückreicht und besagt, daß nach Bildung der Alpen zunächst drei voneinander getrennte Teilrheine (Mittelrhein, Oberrhein, Alpenrhein) bestanden, die, nach komplexeren Schritten über hundert Millionen Jahre hinweg, schließlich vor 30.000 Jahren zum aktuellen Lauf fusionierten. Desweitern: Buhnen dienen der Strömungsregulierung und erzeugen schwimmerfeindliche Strudel, Ertrinkende im Rhein: pro Jahr im Schnitt rund 30. Klappschuten transportieren Oberrheinkies als Geschiebezugabe an den Niederrhein und ein Tauchglockenschiff namens Carl Straat ermöglicht Trocken-Spaziergänge auf dem Rheingrund. Tullas Rheinregulierung wird am Oberrhein mittels Poldern wieder in Richtung Naturzustand nachreguliert. (Eine veritable Tierwoche auf rheinsein, das Sommerloch öffnet auch hier sein Maul.)

Unerwünschte Einwanderer

Im Eintrag Neozoen in Köln beklagten wir die unzureichende öffentliche Informationslage über zeitgenössische Insektenmigranten. Jetzt ließen sich doch erste Berichte auffinden, die sich speziell mit der Asiatischen Tigermücke befassen, vor deren kurz bevorstehenden Einwanderungsgelüsten der Stern bereits Ende September 2005 mit ebenso drastischen wie vergeblichen Schilderungen warnte.

Zwar nicht über die neuen Kerbtiere in Köln, aber doch über neurheinische schrieb Dominik Bartoschek Mitte April 2011 für die “Morningshow” auf SWR3, nachdem er zuvor über die Wahrscheinlichkeit von Rheinkrokodilen räsonniert hatte: “(…) es gibt andere gefährliche Tiere, die sich am Rhein breit machen, zum Beispiel die Asiatische Tigermücke oder der Japanische Buschmoskito. Die könnten sogar Malaria übertragen, und deswegen werden sie auch bekämpft, damit sie sich erst gar nicht ausbreiten. (…)”

Über den Japanischen Buschmoskito konnten wir nichts in Erfahrung bringen, er bleibt bis auf weiteres so mysteriös wie der Buchtenkäfer, der Yachtenkäfer, der Broschenkäfer und der Groschenkäfer, deren angeblich illegale Einwanderung uns ohne nähere Erläuterung kundgetan wurde.

Ausführlich über die Asiatische Tigermücke am Rhein äußert sich Wikinews am 07. April 2008: „Die Schädlingsbekämpfer am Rhein kämpfen in diesen Tagen gegen einen neuen Feind, eine Stechmücke. Sie ist schwarz-weiß gemustert, liebt Wärme und Feuchtigkeit und reist bevorzugt in gebrauchten Autoreifen. Sie saugt gerne Blut, in dem sich Viren gut vermehren können. Diese injiziert sie beim Stich in unsere Haut. Die Rede ist von der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus), einem neuen, aber eher unwillkommenen Gast, dessen Zuwanderung mit dem Klimawandel in Zusammenhang gebracht wird. Auf einer Strecke von 300 Kilometern zwischen dem Kaiserstuhl und Bingen geht die Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) mit einem Eiweißgranulat gegen die Larven der Tigermücke und andere Insektenlarven vor. Das Gift zerstört den Darm der Insekten. (…) Seit 1990 war sie bereits in Italien heimisch. Spätestens seit September 2007 kommt sie auch in Deutschland vor. Ihre Eier wurden zuerst von Insektenforschern auf einem Autobahnparkplatz bei Rastatt am Oberrhein entdeckt. Und mit ihr kommen neue gesundheitliche Gefahren auf die hier lebenden Menschen zu. Es geht um solche gefährliche infektiöse Viren wie das Chikungunya- und das Dengue-Virus, das auch durch die bereits länger heimische Stechmückenart Aedes aegypti übertragen wird. Die Tigermücke kann Temperaturen unter null Grad Celsius wahrscheinlich nicht überleben. Aber es gibt einige Regionen in Deutschland, wo die Temperaturen auch im Winter darüber liegen – das sind der Rhein und seine Nebenflüsse, der Kraichgau (Baden-Württemberg) und der westliche Teil der Norddeutschen Tiefebene. (…)“

Rheinschafe (2)

entweder begehen die kölner rheinschafe camouflage (um das prädationsrisiko zu mindern? um, paradoxerweise, einfach mal nur zu schauen wie es ist, unsichtbar zu sein?) – oder aber sie wurden abtransportiert (zur schlachtbank, zum schächter oder um sich nicht zu sehr mit regenwasser vollzusaugen). wegsindse. und falls nicht bald ein paar frische vom himmel fallen, muß die diesjährige forschungssaison für beendet erklärt werden.

oh lord, won`t you save us from more sheepy thoughts?

- es sind nicht die schafe, die ruckeln. es ist die un/wetterfühlige landschaft hinter den schafen, welche sich hospitalistisch hin- und herbewegt und so die schafe in einem licht erscheinen läßt, als würden sie selber ruckeln: trompe l`œil de luxe!

- verschaftheitsfloskeln: der wind hat, vom schaf-an-sich veranlaßt, mir ein lied erzählt: „allein bin ich in der nacht, meine seele wacht und lauscht / herz, hörst du, wie es klingt, in den pappeln am rhein singt und rauscht / der wind hat mir ein lied erzählt von einem schaf, unsagbar schön / es weiß, was meinem herzen fehlt, für wen es schlägt und glüht / es weiß für wen“

- kein rheinschaf: shrek, ein neuseeländischer merino-hammel, nach aussage sissi stein-abels im kölner stadt-anzeiger von gestern das berühmteste schaf der welt (was zu bezweifeln steht, wußten wir von shrek im gegensatz zu seinen berühmten mitschafen dolly & shaun bisher nichts) ist tot. shrek wurde 16 jahre alt. wir zitieren: „(…) Shrek hatte im April 2004 weltweite Berühmtheit erlangt, als er nach sechsjährigem Eremitenleben mit 27 Kilo Wolle auf dem Leib in einer Höhle der felsigen Bendigo Mountains in der Region Central Otago entdeckt wurde. Er konnte sich kaum noch bewegen und musste in Sicherheit getragen werden. Zusammen mit seinem Besitzer John Perriam, einem wohlhabenden Farmer, hat Shrek seit seiner Rettung für “Cure Kids”, eine wohltätige Organisation zur Unterstützung schwer kranker Kinder und damit verbundener Forschungsprojekte, mehr als 150 000 NZ-Dollar (83 700 Euro) gesammelt und indirekt mit seinem Engagement ein Vielfaches dieser Summe in die Kassen gebracht. “Das war sein Dank dafür, dass er noch am Leben war”, sagte Perriam. (…)“

- his sheepy sheepness, shrek, the sheep / shepherds us, cause live`s a cheat