Wie man haarscharf an den Ufern des Rheins vorbeischrabben kann

oder zumindest beinahe, jedoch am Ende womöglich zeitlebens, selbst als großer Autor einer Rheinnation, und von welchen Umständen dies abhängen kann, davon spricht folgender Ausschnitt eines Briefs Flauberts an seine Nichte Caroline, aufgesetzt in London Ende August 1866:

“(…) Je ne veux pas m`en aller de Londres avant de t`avoir écrit un mot. Maman m`a dit que tu seras revenue à Rouen mercredi; donc, j`espère que ceci t`arrivera bientôt.
Je pars demain à 6 heures et demie du soir et, au lieu de me trimbaler pendant trente-six heures par les chemins belges qui ne me feraient arriver à Bade que dans la nuit de vendredi, je prends tout bonnement le chemin de fer de Paris. Je resterai à Paris une heure, le temps d`aller à la gare de Strasbourg, et je serai à Baden le même jour, à 10 heures du soir. Si j`avais été plus en fonds, j`aurais pris plaisir à voir les bords du Rhin; mais ce voyage me demanderait cinq à six jours. (…)”

(Nun besaß und besitzt der Rhein auch Ufer bei Baden-Baden, eine Reise dorthin im beschriebenen Sinne setzte und setzt eine Querung derselben voraus, aber die läppisch-ruinenarmen Oberrheingestade galten wohl seinerzeit nicht ganz, zumal da gerade kräftig herumkanalisiert wurde.)


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Ein Kommentar zu “Wie man haarscharf an den Ufern des Rheins vorbeischrabben kann”

  1. stan lafleur
    27. April 2011 um 18:10

    Aus zuverlässiger Quelle erreichte uns eine Korrektur zu obigem Eintrag: der zitierte Brief Flauberts an seine Nichte datiert tatsächlich vom 11 Juli 1865. Alle Briefe Flauberts von August 1866 wurden entweder in Paris, Caude-Côde (in der Nähe von Dieppe), Croisset oder Saint-Valéry geschrieben.

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