Flusskreuzfahrt

Vier-Bett-Kabinen ohne Fenster, 17 Stunden Arbeit pro Tag, zehn Monate ohne freien Tag: Die Arbeitsbedingungen im Gastronomie- und Hotelbereich von Flusskreuzfahrtschiffen seien oft unmenschlich, so Myriam Chaffart von der Europäischen Transportarbeiter-Föderation ETF. Die meisten Beschäftigten kommen aus europäischen Nicht-EU-Ländern oder Asien, aus Angst um den Job beschweren sie sich nicht. Zudem sind viele Schiffe zum Beispiel in Malta registriert und unterliegen nicht dem deutschen Arbeitsrecht. “Das alles führt zu enormen Gewinnspannen bei den Reedereien”, sagt ver.di-Sekretär Torben Seebold. Er und Chaffart besuchten im Oktober die Besatzungen von Luxusschiffen an Rhein und Donau, um Informationen zu sammeln, die als Grundlage für künftige Tarifverhandlungen dienen können. (Zitiert nach: ver.di PUBLIK, Oktober 2010)


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