Aufstand der Anwohner

Einen bemerkenswerten Artikel bringt der heutige Kölner Stadt-Anzeiger: es geht darin um den Konflikt zwischen Anwohnern des Rheinauhafens und Binnenschiffern. Der Rheinauhafen, mit seinen optisch herausragenden sogenannten Kranhäusern ein neugestaltetes Nobelviertel, ist seit seiner Erbauung vor über hundert Jahren Anlegehafen für die Binnenschifffahrt. Die beim An- und Ablegen der Frachtschiffe entstehenden Emissionen (Lärm, Diesel) hatten die Zuzügler offenbar nicht auf dem Plan. Nun gehen sie, laut Berichterstattung, teilweise rudelbildend mit Schimpftiraden und gezielten Lebensmittelwürfen gegen die überraschten Binnenschiffer vor. Köln scheint derweil angewidert bis amüsiert über das Verhalten seiner neuen Rheinauhafeneliten, erste Vorschläge kursieren, man solle zu deren Wohlbefinden doch künftig dem Rhein das Fließen nur zu bestimmten Uhrzeiten erlauben, ein beliebtes Szenario besteht auch in der Vorstellung, dieselben Anwohner den bei Hochwasser steigenden Fluß beschimpfen und mit Tomaten bewerfen zu sehen.


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