Monatsarchiv für September 2010

 
 

Flückiger See in Betzehause

hinnerem Ufersaum vom Flückiger See ducke
un recke sich d`Etaaschebaute wo ausschaue
als wäre se für d`Asylante nagschtellt worre
Asylante wo`d vom Fernseh kennsch wo`d
se als winke sieksch von brennende Balkön

überem glatte Spiegel vom Flückiger See d`
Schwän wo ausschaue wie der Flieger do
d`Konkord beim Abhebe wie knapp vorem
Absturz mit ihrene viel z`weit hinne abrachte
Tragfläche, nur kleppret se annerschter un

über allenem throne d`Schwarzwaldkuppe
schön isch es, kannsch sage was`d willsch

(H. Binkele, 1992)

Der Rheinsteig im Radio

SWR 2 sendet dieser Tage das Wanderweg-Feature „Der Rheinsteig – von Wiesbaden bis ans Deutsche Eck” von Helmut Frei, worauf Rheinseins Hüfingen/Baar-Korrespondent Dr. Lutz Mittler uns dankenswerterweise hinwies. Den ersten Teil gibts bereits als knapp halbstündigen MP3-Download: Niederwalddenkmal, Wacht am Rhein, Drosselgass, Heine, Goethe (in seiner Eigenschaft als Ausflugsdampfer), Bacharach: so weit, so bekannt seit 2000 Jahren. Dann tritt die Reblaus auf den Plan und ihr schärfster Gegner: der pfälzische Winzer, der Sylt beliefert. Auf die Reblaus folgt die Klimaverschiebung – der Riesling verträgt nicht zu viel Hitze – und die gefährdete Brückenlosigkeit des romantisch grundierten Weltkulturerbes: ein Fährmann weist auf die wirklichste aller Rheinwirklichkeiten: den Verkehrslärm. Im Biotop der Dörscheider Heide oberhalb Kaub leben Spanische Fliege, Gottesanbeterin, Gottesanbieterin, Diptam, Abwurz und brennende Büsche. Daß der Fluß früher schmutziger war, belegt eine schöne O-Ton-Stelle: “Hauptberuflich arbeitete Stefan Lauer viele Jahre als Schieferdecker. Grauschwarz waren Hände und Gesicht, wenn er abends nach Hause kam: „Wir konnten also früher ohne weiteres mit dem Kahn hin und her nach Sankt Goar. Das kann man heute einfach nit mehr so, das is teilweise sogar verboten, na, also dieses Fahrwasser zu kreuzen. Ich war immer in nem Beruf, wo ich also sehr schwarz wurde. Dann is mer abends heim gekommen und hat mer en Handtuch und Seife genommen und dann is mer an den Fluss und hat sich gewaschen, is da herumgeschwommen und dann war das gut. Dann nachher, bedingt durch die Industrie, durch die Abwässer und alles so. Der Rhein, der kippte ja fast in den Sechziger Jahre, da wars dann umgekehrt. Wenn mer dann im Rhein schwimmen war, dann musste man sich zuhause duschen. Ich weiß, ich hatte noch mal Fische gehabt und beim Putzen, beim Schrubben und beim Ausnehmen, da kam der Gestank hoch; da hab ich alles zusammen gepackt, hab das wieder dem Rhein übergeben, also das wars dann halt.“” Des Berichts erster Teil schwingt aus mit der im allgemeinen Rheinlärm erzitternden Kesterter Kirsche oder Kesterter Kirche, die einstens in Berlin gesichtet worden sein soll. Teil 2 ist für den morgigen Dienstagvormittag, halb neun angesetzt.

Rheintochter (3)

Rheintochter_eisern_Rainer-

Kopf einer Rheintochter auf einem Stein, (…) Ablagerungen aus Eisenerz (…) am Rheinufer, mitten im Kies, mit den Rheintöchtern darin baden…, mit der Rheintochter aus gutem Haus ein paar Schritte darüber schreiten oder gehen, unsere Leben, unsere nicht überlieferten Gedanken und Empfindungen, die in Eisenkernen, Eisenatomen und Blutplasma gespeichert sind, werden in Zeiten die Winde verwehen, unbeschrien, gehend, schreitend über Kies und Sand, am Übergang von Wasser zu Land, bei Verstand, Wachsein, dann wieder schlafend, denkend, träumend, in Wellen eintauchend, in das Licht, es aufnehmend, von der Sonne beschienen, Dinge im Licht der Sonne erkennnen, Empfindungen wahrnehmend, loslassend, mit der Strömung gehen lassend, eine Welle schlägt ans Ufer (…), immer wieder neue Wellen, neues Leben, vetrautes Leben, Leben, Wellen die sich gleichen, ähneln, immer wieder entstehen, nach einem vetrauten Muster… Es ist dein Muster, it is your pattern, darin du lebst und gehst im Kreis, über dem Ozean verdunstet das Wasser, über dem Meer, die Wolken bringen es uns als Dampf zurück, spenden Regen, aus dem Ozean kehren die Aale zur Leichzeit zu uns in die Flüße zurück, nicht nur von den Rheintöchtern und den Fischern erwartet, via Rotterdam, spenden Leben, sind Raubfische, Aasvertilger, Teil der Nahrungskette, wie wir, “wer ist der Retter, wenn der Mensch verreckt, das Insekt, das Insekt” (Der Plan aus Düsseldorf) Gott, was ist dein Plan mit uns? Wir erhellen uns im Rausch, um etwas davon zu erhaschen, zu erkennen…

(Bild und Text ergeben einen Gastbeitrag von Rainer Vogel. Rheinsein dankt!)

Nach Rheinfelden möchte ich ziehen

Urs Engeler stellt heute ein Gedicht von Dieter Roth in sein roughblog, das u.a. folgende charismatische Strofe enthält:

Nach Rheinfelden möchte ich ziehen,
Nach Rheinfelden möchte ich ziehen,
Nach Rheinfelden möchte ich ziehen,
Nach Rheinfelden möchte ich ziehen.

Wir erinnern uns an Roth-Zeit, eine Werk-Retrospektive im Kölner Museum Ludwig, welche die überwältigende Werkvielfalt Roths in immer noch beeindruckenden Ausschnitten zeigte, darunter die „Typische Scheiße“-Gedichte, welche uns damals, spät genug, zum ersten Mal begegneten.

Worum trennt uns e Rhi?

worum-e-rhi

Im Freiburger Seepark – Fanfaren hirnwegblasender Engelstrompeten durchwirren die dünnen Altweibersommerlüfte, welche der Höllentäler speist und schrabbt, ein lokaler Wind, so sehr geschätzt, daß ihm der Freiburger extra eine Durchzugsschneise in den Hauptbahnhof geschlagen hat – verweilen die Gedanken beim über der lokalen Universität angeschriebenen, von dort aufgeschnappten und mitgeschleppten Bibelspruch “Die Wahrheit wird (euch) frei machen” und zugleich Faulkners, hier (schonmal) frei wiedergegebenem Diktum, daß, wer nach der Wahrheit suche, besser vorab damit rechnen solle, daß er sie am Ende tatsächlich finden könnte. Mitten im schönsten Sinnen über vielerlei Wahrheiten stoßen wir unvermittelt auf eine halbierte, in den Himmel ragende, sozusagen auf den Rücken gefallene Brücke, auf der in elsässischer Sprache der nächste Sinnspruch angebracht ist und bedanken uns innerlich für das öffentliche Denkstoffangebot der oberrheinischen Bildungsmetropole.

Rheinleiche

„Bekanntlich gab es einen Bundestagsabgeordneten, der Cummings las und Baudelaire übersetzte, Keetenheuve hieß er und sprang in den Rhein.“ (Michael Gratz in der Lyrikzeitung vom 22. September 2010)

Kleinbasel

Wir sitzen in Kleinbasel im Schmale Wurf, was auf hochdeutsch soviel wie Bohnenstange bedeutet, und betrachten das unaufgeregte Strömen des flaschengrünen Rheins. Der hier, anders als in seinen sonstigen Städten, die Siedlungen zu seinen Ufern eher zu verbinden als zu trennen scheint. Unterhalb des Lokals befindet sich eine Treppe, auf der die Basler sich im Sommer ausziehen, um „Dr Bach ab… em Ufer nooch!“ den Strom hinabzutreiben. Ihre Klamotten führen sie in wasserdichten Beuteln mit sich. Knapp oberhalb des Einstiegs für die Rheintreibenden pendelt die Leu, eine der Basler Gierfähren, zum Münster und zurück. Ein lokales Sprichwort verweist alle Schwätzer zum Zwecke des Ohrabkauens an den Fährmann. Der scheint in der Tat ein gelassener Typ, was den Baslern jedoch allgemein nachgesagt wird. Die Fähren bestehen aus Holzbötchen, die am Bug mittels eines mehrfach regenbogenfarben beflaggten Drahtseils mit einem weiteren, den Rhein überspannenden Draht verbunden sind. Gekrönt das Ganze vom Schweizerkreuz. Angetrieben werden die Fähren von der Strömung, der Fährmann muß jeweils nur das Ruder umlegen. Wir gehen eine innere Wette ein, daß die beiden Damen am Nebentisch die Saubohnen auf ihrem Vorspeisenteller nicht anrühren werden. Der Kellner bringt Hirschkeule und Appenzeller Holzfaßbier. Zunächst noch von der riesigen Keule verdeckt taucht unerwartet ein Frachter auf, der den gesamten Fluß einzunehmen scheint. Es wird über Stunden der einzige bleiben. Nebenan schauen verwitterte Gesichter aus dem Männerheim „Rheinblick“ der Heilsarmee. Links um die Ecke geht es vorbei an der Fickdassystembeiz „Hirscheneck“ durch offenbare Kreativgebiete. Das zieht auch die Fledermäuse an, nicht weniger als 33 Arten sollen die Dämmerungshabitate bejagen, wir nennen stellvertretend nur Schnäuzer-, Vollbart-, Geißbart-, Wasser-, Rasende, Weißrand-, Randlose, Rauhaut-, Kaumhaut-, Blauhaut-, Zwerg- und Lallende Fledermaus, den Großen, den Mittleren und den Kleinen Abendsegler, das Graue Langohr und die Dunkle Maitresse. Die Septembersonne steigt indessen in goldenem Bogen übers Ambiente und wirft ein paar Franken für soziale Zwecke ab. An der Theodorskirche sind wortreiche Gedenkplatten für längst Verstorbene angebracht, die Auslassungen lesen sich bisweilen interessanter als die Einlassungen. Hinter uns startet ein kosmopolitisches Gespräch auf Basler Spanisch und der eher zufällige Blick auf den, bis auf die Saubohnen, geleerten Vorspeisenteller der Damen vom Nachbartisch löst ein angenehmes Bestätigungsgefühl in uns aus, das in dieser Zone aus sich selbst zu entstehen und allgemein recht prächtig zu gedeihen scheint.

Beuys überquert den Rhein

„Schwimmweste, Erste-Hilfe-Kenntnisse, “Schöpfgerät und Fangeleine”: So lauteten einige der Bedingungen, unter denen das Wasserschifffahrtsamt Duisburg 1973 dem Antrag des Künstlers Anatol auf eine “Demonstrations- und Übersetzfahrt mit Kleinfahrzeug” stattgab. Im Oktober des Jahres setzte Anatol seinen Lehrer Joseph Beuys im Einbaum “Blaues Wunder” über den Rhein – eine symbolische Aktion, die als Rückführung des Professors in Amt und Würden gedacht war. Im Vorjahr war Beuys von der Kunstakademie Düsseldorf fristlos entlassen worden.“
(Antje Lorscheider im Tagesspiegel vom 27. September 2007)

„Anatol hatte Beuys (…) am 20. Oktober 1973 ein Denkmal gesetzt, als er den fristlos aus der Kunstakademie entlassenen Professor im Einbaum über den Rhein fuhr. „Ich wollte ihn in die Altstadt heimholen. In Höhe des „Blauen Hauses“ am Kaiser-Wilhelm-Ring ging das zwölf Meter lange Pappelboot ins Wasser. Vorn saß Beuys, dahinter ich, dann kamen der Beuys-Schüler Don Lenzen, danach Bäckermeister Addi Wecke, der über den Bottnischen Meerbusen gepaddelt war. Eigentlich sollte der Beuys-Kopf an der Oberkasseler Abfahrtsstelle stehen, in Höhe des Kirmesplatzes. Bei Hochwasser wäre er im Wasser gewesen und bei niedrigem Wasser wieder aufgetaucht. Die Strombehörde fand das viel zu gefährlich für die Schiffe.“”
(Helga Meister in der Westdeutschen Zeitung vom 14. April 2009 über den Bildhauer Anatol, Beuys` (Anti-)Charon, der Jahre nach besagter Überfahrt nach wiederum langem politisch-behördlichen Hin und Her im Sommer 2009 seinen Beuyskopf am Rhein installiert hat.)

Es gibt ein berühmtes Foto von des Einbaums Ankunft am rechten Rheinufer, begleitet von zwei Froschmännern und einem Motorboot. Beuys streckt dabei den rechten Arm aus, wohl um sein Begrüßungskommitee zu grüßen. Gleichfalls berühmt ist die Geschichte seiner Entlassung letzten Endes durch Johannes Rau, einem kunstsinnigen Politiker, angetrieben durch kunstsinnige Kunstprofessoren der Düsseldorfer Akademie.

Niederrheinische Kulturpflanze

Mitte September, just als wir nach Material zu Joseph Beuys` Rheinquerung mit dem Einbaum suchen, widmet Christof Siemes, selbst niederrheinischer Herkunft, in der Zeit dem „Jahrhundertkünstler“ einen Retrospektivartikel, der Beuys als typisch niederrheinisches Heimatgewächs zeichnet. Die Recherchestrategie erinnert uns an eine unserer eigenen: Aufsuchen von Tatorten, Abgleich ihrer historischen und heutigen Nutzung, vulgo: Wirklichkeit. Die Kunsttatorte findet der Autor meist umfunktioniert, andere tun noch ihre beuysschen Schnaufer: „Loch entstand 1981 für die Ausstellung Schwarz: Beuys trieb einfach ein rußiges Ofenrohr durch die brutalistische Waschbetonwand der (Düsseldorfer; Anm. Rheinsein) Kunsthalle. Außen reckt es sich keck zum Himmel und verwandelt das gesichtslose Monstrum in ein Hexenhäuschen. Folgt man dieser Assoziation (und Niederrheiner wie Beuys denken fortwährend in Assoziationen), brodelt im Innern die Alchemistenküche der Kunst, hier wird das Nachdenken über Sinn und Unsinn des Lochs zur sozialen Plastik aufgekocht. Dabei ist in der Halle nichts als das andere Ende des Rohrs zu sehen, eine nachtdunkle Öffnung von 20 Zentimeter Durchmesser knapp über Kopfhöhe, eine Mischung aus Abgrund und Ausguck, ein Symbol des Alls und des Nichts, das die ganzen Ausstellungshalle in Bann schlägt.“ An einer Stelle wird das Ohme Jupp erwähnt, vor dessen Tür, doch einige Schritte vom Ufer entfernt, besagter Einbaum nach erfolgreicher Überfahrt im Oktober 1973 geparkt wurde. Mehr Raum mißt der Artikel der Rheinquerung nicht bei. Dafür fördert er noch ein schönes, wenngleich diskussionswürdiges Zitat Franz Joseph van der Grintens über das Wesen des Niederrhein(er)s zutage: „Man sieht nach allen Seiten über den Horizont hinaus. Das Denken wird durch diese Landschaft sehr begünstigt.“

Die Jungfrau auf dem Lurlei

Hoch obenauf dem Lurlei da sitzt die schönste Maid
Und zählt an Bernsteinperlen schon seit gar langer Zeit.
 
Sie steiget je zuweilen zum höchsten Felsenrand
Und singt zum Rheine nieder ihr Lied vom grünen Strand.
 
Dann windet sie sich Blumen um`s nasse Lockenhaupt
Und windet Herzen drunter, die sie den Schiffern raubt.
 
Die werden ganz bethöret und blicken nach ihr hin –
Doch sitzt sie ewig ruhig mit ewig stillem Sinn.
 
Die gelben Bernsteinperlen, die haben Heil und Kraft,
Die sind aus goldnen Thränen von süßer Leidenschaft.
 
Und wer dann eine findet, der wird davon gesund –
Hei! hätt ich eine funden, ich würf sie in den Grund.
 
Wer möchte heil wohl werden von süßer Zauberei?
Vom Liebeszauber sagen: »Nun ist der Wahn vorbei!«
 
O wer es sagen möchte, die Lurlei nie vernahm
Und nie aus seinem Herzen ein Liebesseufzer kam.
 
   
(aus: Louise Otto, Mein Lebensgang, Gedichte aus fünf Jahrzehnten, Leipzig 1893)

Rheintöchter (4)

koeler-Lorelei

Das Rheintöchter-Intermezzo sollte bereits geendet haben, doch schickte unser bretonischer Korrespondent Roland Bergère kurzerhand zwei selten erwähnte Zeugnisse zum Thema – obiges Bild „Lorelei needmine munkade poolt“ (von 1887) des estnischen Malers Johann Köler, das zum Motiv der christlich verfolgten Zauberin wahrlich wogende Töchterchen addiert und ein Gedicht von Louise Otto, das den Folgeeintrag erhält.

Rheintochter (2)

fr_schwarzwaldmaedel

Die letzten Tage wagnerianisch geprägt: Rheintöchter noch und noch, der Ring des Nibelungen kleingestückelt auf Youtube, Lesung in der Kölner Richard-Wagner-Straße, kaum in Freiburg angekommen: wird dort der Ring gegeben. Allerdings bereits ausverkauft. Große Kartenkontingente gingen an Japaner, Koreaner und sonstige Interkontinentalwagnerianer. Als Ersatz grüßt uns diese dem ewigen Schwung lustvollen Shoppens entsprungene Freiburger Rheintochter von der Straße ins Zimmerfenster, dh, natürlich ist sie als Schwarzwaldmädel ein wenig mehr Berg- als Rheintochter, vereint dabei jedoch aufs Vorzüglichste Tradition mit Moderne und eskortiert uns standesgemäß zum vorübergehenden Ausgang aus dem Wagner-Wahn.

Rheintochter

Wikipedia bietet im Artikel zu obiger Rheintochter aktuell weitere voll- bis starkdeutsche Komposita: Flugkörper, Flugabwehrrakete, Brenndauer, Treibsatz, Durchmesser, Leitflosse, Gefechtskopf, Berstscheibe, Flüssigkeitstriebwerk, Brennschlußgeschwindigkeit, Truppenerprobung, Jägernotprogramm, Überschallgeschwindigkeit.

Wallala weiala weia!

Wallala! Lalaleia! Leialalei! Heia! Heia! Haha! oder auch Heiajaheia! Heiajaheia! Wallalallalala leiajahei! oder wahlweise Weia! Waga! Wagalaweia! und ähnlich lauten die spöttelnden, wasserwebenden, wogenimitierenden Äußerungen der Flußtöchter Wellgunde, Woglinde und Floßhilde zum Auftakt von Richard Wagners Das Rheingold, in dem es in der ersten Szene, in deren Verlauf der verspottete Alberich den Töchtern ihren Schatz entwendet, zudem mit knalligem bis schlüpfrigem Stabgereime zur Sache geht: Hahei! (Waaleluja, walleluja, walleleele-luuja!)