St. Gallen (4)

gallus gestolpert

Das Schild zeigt sie an: die Stelle, an der Gallus seinerzeit so folgenreich stolperte. Heute ist sie frei von Gestrüpp, der Boden mit feinem Kies aufgeschüttet, eine Stolperstop-Mauer errichtet. Wir haben den sagenhaften Boden mehrfach aus allen möglichen Perspektiven fotografiert, doch die Bilder wollen, außer Kiesmustern, einfach nichts hergeben. Unweit der berühmten Stolperstelle hat, das ist zu erwähnen, Roman Signer eine Wasserwirbel-Installation an und mit der Steinach vorgenommen: in seiner Bodenröhre dröhnt das stürzende Wasser mit einer noch brutaleren Intensität als schon im natürlichen Fall, der es durch einen dunklen Tobel leitet, zu dessen Füßen jeder Sturz unweigerlich auch mit dem Thema Hörsturz in Verbindung gebracht werden sollte.


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