Rheingedicht (?)

Beim Aufschlagen des aktuellen Lyrikbandes von Swantje Lichtenstein, dessen erstes Gedicht mit vier klaren Worten beginnt, mußte ich sofort an den Rhein denken. Die Autorin ließ meine Frage, ob dieser dem Gedicht zugrunde liege, als ich sie darum bat, es für Rheinsein verwenden zu dürfen, unkommentiert:

DAS BUCH HAT RECHT,
in deutschen Weinbergen hingen Leitern,
an den Spitzen auf dem Fels
sprießt Grün unter dem Grund
schlängelt sich Leben um das Eckige.
Steil hinauf zu den Ruinen
kämpft sich mein Gesicht,
sammelt Punkte und Striemen,
Glanz und Strahlen suchen sich
ihre Plätze selbst aus
und mehr und mehr Häuser
wachsen entlang der Ströme.

(Entnommen aus Swantje Lichtensteins Band “Landen” (Bestellmöglichkeit, Verlagsinfo und ausführliche Leseprobe), Lyrikedition 2000, München 2009, mit freundlicher Genehmigung der Autorin. Rheinsein dankt!)


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