Monatsarchiv für Dezember 2009

 
 

Neues aus Hinterschellenberg (3)

Ein putzig-plustriges Wintergoldhähnchen gesichtet, es zirpte. Bißchen fad in den Endschnörkeln. Schniiiepzipzip-schniiepzipplipp, so in etwa, oder auch frrrrr-frrrrfr. Schwätzte halt so daher. Der Tag verging ganz von selbst. Im Fernsehen brachten sie was über Schellenberg, über das neue Gemeindelogo, das aussah wie der Mittelrhein an manchen Stellen. Es war dem Eschnerberg nachempfunden, der ja auch in der Nähe ist.

Neues aus Hinterschellenberg (2)

Um Schellenberg herum die Jungfraun vom heiligen Blute, blutend. Aus dem Boden schießen, Stopfen und Pfropfen gleich, prallwangig-rosige Kirschwasserbischöfe. (Das Ergebnis nur einer ereignisreichen Nacht.) Contrametheus stiehlt sich umher, löscht die nachspritzenden Funken. Contrametheus von der Berufsfeuerwehr. Pißstrahl im Dunkeln. Auf dem Grenzstrich, beherrscht von Halunken, werden die Berge abgezählt, nachgekartet und -gezackt. (Sitzen zwei Berge in der Dorfbeiz, trinken reichlich Enzian. Sagt der eine: Haste mal n Kamm? Nee, der ging anders. Sitzen erstmal zwei Berge in der Dorfbeiz, dann kommt noch ein dritter: Na holla, das ist ja wohl der Gipfel. Oder nee. Sitzen einmal alle Berge in der Dorfbeiz, kommt der Rüfenprüfer. Ach was.) Der Eschnerberg macht einen Buckel fürs neue Gemeindelogo. Der ferne Rhein als gelöste Schlinge oder versteiftes Seil peitscht die Würmer unter seinem Bett. Tonlos brüllende Wälder.

Neues aus Hinterschellenberg

Tarzan vor Hinterschellenberg. Prometheus vor Hinterschellenberg. Gorrh über Hinterschellenberg. Seichter Rheinblick von Hinterschellenberg. Der Schellenursli hinter Hinterschellenberg. Nichts Neues aus Hinterschellenberg.

Begebenheit bei Hinterschellenberg

Kühe im Halbdämmer, im Pulk, mit Regenfäden vernäht. In ihren Innern: Rohrsysteme, von Flüssigkeiten und Gasen durchzogen, mit verkuttelten Hähnen geregelt: ein Käuen und Käuen und Käuen, der große Pansen, mählich treibende Vorgänge, an deren Rande es grummelt und spratzt, am Wegrand hüpft ein Spatz, das ist der Sound der Landschaft. Glitschige Hänge, ächzende Föhren. Bleiches Gras sträubt sich teils angeekelt, teils routiniert ins Wetter, einige Wiesen lassen sich gar vom Niesel frisieren, massieren, haben den ewigen Kampf aufgegeben und fügen sich einfach ins Dasein. Da nähert sich ein wilder schwarzbärtiger Mann mit einem riesigen grünen zu einem gewaltigen Zipfel spitz nach oben auslaufenden Filzhut halb im Bergler-, halb im Seemannsgang, geschickt und wendig jedenfalls, nähert sich aus den nachmittäglichen Schwaden Vorarlbergs, weit drunt im Dunkel fließet der Rhein, nähert sich der Grenze, in der Rechten ne elektrische Fackel: Prometheus. Hält jäh inne, stutzt, liest (ein Schild!):

Grenzübergang für Wanderer
Überschreitungen mit gültigem Grenzübergangspapier gestattet. Ausgenommen sind visumpflichtige Ausländer. Kein Warenverkehr! Übertrittszeit: Sonnenaufgang – bis Sonnenuntergang (Sicherheitsdirektion für das Land Vorarlberg / Regierung Fürstentum Liechtenstein)

heult kurz auf und setzt seinen Weg, einen mutmaßlich ziellosen, die Sonne ist längst in der Schweiz verschwunden, fort und gelangt auf diese Weise nach Hinterschellenberg, wo`s plötzlich in den Steckdosen zischt bis die Energiesparlampen verrückt spielen. Nicht mehr als ein Bild, eine Begebenheit wie sie sich täglich abspielt, irgendwo auf der Welt, mit einiger Symbolkraft, deutungsfähig jedenfalls. (Leberzerfressener, unverstandener Heilsbringer als visumpflichtiger Ausländer mit unzureichenden Deutschkenntnissen.)

Reise mit rund hundertfacher Rheingeschwindigkeit

Das Alpenrheintal ist nur zur Hälfte da, der Himmel mit dampfendem Nebel verfüllt, einem milchigen Weiß, aus dem ganze Gemütszustände gekäst werden mögen. Ich verlasse mein geliebtes Schloß. Chur liegt leicht angepißt in der Vorweihnachtszeit, ein heimeliger Niesel, im Welschdörfli blinkt der Neonsex. Wer jetzt kein Birnbrot backt/kauft/futtert… Langsam schwellen die Schienenstränge aus dem Bahnhof heraus. Queren die cleane Schweiz. Milchgraue Zuflüsse schwemmen in den Hauptrhein, der Niesel wäscht Industrieanlagen und Frankenhäuser, poliert sie mit schwachem Winterlicht. Heidiland und Walensee, eine Landschaft für ewige Wanderer und solche, denen das Himmelreich… Der ganze Schnee ist in alle offenen Himmel gefallen und verstopft sie mit Normweiß. Drunter die Stümpfe der Berge, grün verhügelt. So eine Limmat scheint auf und endet in einer Kurve. Auf Deutschland zu flockt Grau in die Sicht, düstert der Nachmittag nieder. Dreisam und Kinzig huschen grad mal noch so untendurch. Die Berge im Rücken, im breiten Tal, flankiert von halbherzigen Schwarzwäldern und Vogesen, zielstrebige Menschen bevölkern die Abteile, alle wollen sie irgendwo hin, ummantelt von Zeit und Vergessen. Der Rhein erlischt in der Dunkelheit des Nachmittags: schwarzer Strich auf unheimlichem Grund, schwarzblutende Narbe auf dem Fleisch der Erde. Zwei oder drei Lampions leuchten in Deutschland. Wir rasen durch Tunnel genau ins Schwarz, trostlose Fahrt, erst bei Köln kommt der Rhein wieder zu sich – entsprechend angestrahlt. Aus Öffnungen im Stahl und Beton quellen tierisch viele Menschen in den öffentlichen Raum, wuseln da rum, docken bisweilen aneinander an, nur wenige werden von anderen Öffnungen im Stahl und Beton wieder angesogen, sie tragen Taschen durch die Gegend, stressen rum, müssen auf Weihnachtsfeiern. Die Leute in Köln sind doppelt so schnell wie jene in den Bergen und tausendmal mehr, sie laufen rum wie in einem Telespiel, in dem es Leuchtpunkte zu gewinnen gibt. Ich habe ein paar Steine mitgebracht, vom Vorder-, vom Hinterrhein, ich lege sie aus als kleine Planeten mit ihrer je eigenen Gravitation. Köder ihro Steinigkeit. Gewachsenheit. Alleinigkeit.

Rhein vs Liffey

Vom Fließen und Rasen des RheinWassers wie des Bluts, vom Reibungswiderstand des FlußBetts, ein lautgemaltes Lyr von Vic Hendry, welches Wasser und Blut freimütig schmatzen und sprechen läßt, in der catschenden, sbabadenden, craschelnden Sprache der Surselva und an Joyces lautplätschernde, geradezu übertrieben zischelnde Beschreibung der im (realen) Vergleich zum Vorderrhein doch sehr drögen Dubliner Liffey im Ulysses erinnert:

dasper la cascada dall`aua immensa
en mei ina forza pli gronda regorda –
las auas sederschan e sburflan e catschan
il vau perencunter sefetg`e resista
la spema sbabada setegn ella buola
ramura sfrachegia e craschla e schema
las auas pussentas paleisan la possa
dil saung enten mei che secatscha e cuora

(gefunden in: Vic Hendry: Auras, Schaffhausen 1995)

Teufelsfluss

“Und dann kippte der Rhein ins Dunkle und überlappte sich sozusagen selbst. Er war jetzt eine schnoddrige Soße, die abkühlen würde und abgekühlt ganz eklig schmecken, wie Schweröl mit abgestandenem Eiweiß, und das, was in ihm trieb, die ganzen schleimigen glitschigen Wesen, Aale, all das, sie besaßen nun keine Schönheit mehr, wie ehedem in ihrer vollen Schlängeligkeit, nichts mehr, was sich erheben ließe, es sei denn, man wolle alles Übel erheben und anbeten, das verzweifelt Sexuelle einer ewigdämmernden hinterlistigen Nacht, in der wir uns Dinge antun, vollgesoffen, weil es anders nicht zu ertragen ist, nicht auszuhalten, und alles was von Rhein oder rein kommt, wird damit unterspült, die Welt nimmt mit ihren urigen Essenzen diese dunkle Färbung an, die sie braucht, um aus sich selbst herauszutreten, sich zu schälen, zu puppen, weiterzumachen, Ästhetik ist Stillstand und lebensbedrohlich, es kann garnicht sein, daß etwas, das nur gut ist, auch gutgeht, nicht auf Dauer, völlig unmöglich, und das zelebrierte der Fluß nun, dem wir etwas Fleisch entzogen hatten, ein paar magere, heftig vergrätete Fischlein, mit kleinen Seelen ausgestatte Handkeile, zerfetzte Lippenstifte aus dürftigem Fleisch und Blut, die uns anstarrten aus ihren fiesen Augen, kaum zu ertragen, und Horst schnitt den Fischen deshalb immer sofort die Augen aus, er sammelte sie, wie Münzen, goldglänzende Augen, schlug sie in ein Tuch ein und anstelle der Augen waren dann solche Ixe in den Fischschädeln, das gefiel ihm, aber nur, weil er Fische mit Augen nicht ertrug. Später würde er diese Barben, die kaum die Länge seines Mittelfingers erreichten und nur unwesentlich mehr an Breite, Stück für Stück zerschnippeln, den Kopf entfernen, den Schwanz, undsoweiter, bis garnichts mehr übrig blieb, sie zerteilen, zerhäckseln, mit seinem Messer, bis die Luftzüge durch die Gräten gingen und dann den Fluss beschimpfen, der ihm solche Geschöpfe ausspie, Opfergeschöpfe, mit denen nichts anzufangen sei, als sie komplett zu eliminieren, bis nichts mehr von ihnen blieb als ein kleiner Geruch, der die Stelle ihres Hinscheidens markierte. Verteufelte Viecher, verteufelter Strom.”

(Ein Gastbeitrag von Luise F. Zehlin. Rheinsein dankt!)

Liechtensteiner Sage

Es war einmal ein Bauer, der friedlich seinen Acker pflügte. Da hopste der Teufel wieder einmal durch das Fürstentum, weil er hoffte, einen Liechtensteiner, dessen Landsleute äußerst seltene Vögel in seinem Feuerreiche waren, zu erwischen. Gerade im Zusammenhang mit dem Teufel hat uns Otto Seger eine köstliche Begebenheit überliefert. Wie Eugen Nipp, der diese Sage erzählte, später mitteilte, starb der vorwitzige Bursche noch gleichen Tages. Er war schon hochbetagt, als er zum Sterben kam. Aber er fand keine Ruhe. Das mußte auch der Wirt jenes weitherum bekannten Bades und Gasthauses, das zwischen Nofels und Ruggel etwas abseits der Straße lag, bitter erfahren. Wer ihn einmal sah, vergaß die schreckliche Gestalt mit den riesigen Flügeln auf dem Rücken, den Hörnern am grausigen Kopf und den flackernden bösen Augen nicht mehr. Er bat seine Gäste, wacker zuzugreifen, und wünschte ihnen einen gesegneten Appetit. Es war furchtbar. „Dem fehlts im Kopf“, sagten sich die Leute mit Recht; aber sie kamen alle hergelaufen, groß und klein, und einige glaubten am Ende auch, vielleicht habe es in der Jauche Fische. Ja, es gibt oft merkwürdige Geschehnisse auf dieser Welt, und man muß deshalb in mancher Hinsicht vorsichtig sein. Ist es nicht so, daß es fast in jedem Dorf absonderliche Leute gibt, die so seltsam durchs Leben gehen, als wären sie nicht von dieser Welt, geheimnisumwittert, oft verspottet von den Kindern, oft scheu gemieden? Die Leute standen noch eine Weile beisammen, besprachen die Angelegenheit und sagten sich auch: „Merkwürdige Leute gibts heutzutage.“ Da wurden sie aus ihrer Versenkung aufgeschreckt durch ein furchtbares Getöse und Rauschen. Denn vor Zeiten geschah es, daß der Fuhrmann – er hatte zwei Wagen aneinandergespannt – über den Rhein wollte. Er hieß eigentlich Paul, aber man nannte ihn nur den Poli. Die Sage erzählt, wie er den Eidgenossen, Erbsen streuend, vorausging. Das war noch in den alten Zeiten, da die Welt schon hinterm Gartenhag unbekannt und voller Abenteuer war.
(aus: Dino Larese – Liechtensteiner Sagen; geschüttelt und leicht gerührt)

Der Rhein in der lokalen Kleinpublikation

Im Haldensteiner Boten, dem schick aufgemachten halbjährlichen Gemeindeblatt, erinnert sich die älteste Einwohnerin, wie sie 1939 herzog, an die internierten Polen und Italiener im Dorf, „die schöne Lieder sangen“. Daß nach dem großen Calandawaldbrand außergewöhnlich viele Morcheln zu finden waren. Daß sie eine Stunde unterwegs war, ihrem Mann, der nach dem Brand aufforstete, das warme Mittagessen im mit Tüchern umwickelten Topf in den Wald zu bringen. Daß die Kinder den ganzen Sommer barfuß unterwegs waren. Daß die Kinder nach Hochwassern beim Sammeln von Treibholz am Rheinufer mithelfen mußten. Auch im Hinterzimmer der Calandawirtin gehen die kinderarbeitsgespickten „Geschichten von früher“, denen sich deutliche Unterschiede zum Leben im Wohlstand der Moderne entnehmen lassen. Umschlagsgeziert ist der Haldensteiner Bote vom Druck einer fantastischen Vedute des Schloßes, 1548 geschaffen vom Thurgauer Meister HS als Teil einer groß angelegten Raumvertäfelung, die heute im Köpenicker Schloß gelandet ist, während das Haldensteiner inwärtig in schlichter Gekalktheit, durch das hie und dort sein uriges Gemäuer schimmert, Geschichte atmet. Neben dem Haldensteiner Boten liegt dann noch das Hochglanzmagazin Rheinfluss (mit dem leicht gestelzten Untertitel: Magazin für am Rhein Lebende: von den Quellen bis zur Einmündung in den Bodensee) mit vielen Fotos von Brücken in Vollfarbe aus, im verrauchten Hinterzimmer der Calandawirtin, ein seltsames Surium versammelter, als Artikel getarnter, Werbung, tatsächlicher Artikel und einer einsamen Grußnote an den unbekannten Touristen in englischer Sprache, daß einigermaßen erstaunt, welch ein finanzieller Aufwand für die visuelle Ausstattung derartiger Kleinpublikationen betrieben wird.

Via Mala

Um an die Silberne Via Mala-Besucherehrennadel mit eingefaßtem Tobelhocker zu gelangen, sind 25 nachgewiesene Schluchtvisiten vonnöten. Die Algordanza AG zu Chur bietet diese 25 Visiten momentan auf einen Schlag. Es geht in eines dieser klobigen Gebäude an der Churer Ringstraße. Blankpolierte Schilder weisen diverse Nutzer aus. Kaum ist man drin, läßt sich, das muß an der Architektur liegen, nur schwer des Eindrucks erwehren, daß hier in inversiver Weise, nämlich mit vergleichsweise wenig Arbeit vergleichsweise viel Geld gemacht wird. Man kann es sozusagen leise im Keller wachsen hören (die zeitlupenhaft schwerfällig wirkende Arbeit, die dort zu Essenzen abgefüllt in Metall-Regalen steht, das unverdorben dem Himmel entgegenwachsende Geld mit seinem Geruch von jungem Papier). Die Massivität des Gebäudes verschluckt oder zerdrängt gleichzeitig jeglich in seinen Weiten auftauchende Menschen wie ein schwarzes Loch in Grau. Erst denkt man noch, da käme jemand, der sich grüßen ließe, doch bevor man sich auf 20 Meter angenähert hat wird die betreffende Person immer kleiner und kleiner und verschwindet stufenlos an irgendeiner Wand. Wie weggezappt, -gezoomt, nie ernsthaft da gewesen. Mysteriös, sollte man meinen. Hier aber scheints völlig normal. Die einzige fysische Begebenheit von Bestand ist die Putzfrau. Es muß sich um die ewige Putzfrau handeln, sie verleiht dem Gebäude seinen Glanz (einen gräulichen) und wird dafür vermutlich klassisch entlohnt (relativ viel Arbeit für relativ wenig Geld). Im ersten Stock logiert die Algordanza. Auf den Fluren und im „Meeting Room“ der Büroetage hängen 25 Via Mala-Gemälde aus den letzten beiden Jahrhunderten. Die Zeitung schrieb, sie seien zum Anschauen für alle gedacht. In der Sitzecke des Eingangsbereichs liegen einige Diamanten auf dem Tisch. Sie sehen aus wie zum Mitnehmen gedacht. Die Zeitung hatte sich über dieses irritierende Detail völlig ausgeschwiegen. (Ein wenig eifersüchtig auf die Klunker, weil sie ja des Meitlis bester Freund sein sollen; was andererseits auch wieder nicht einzig erstrebenswert wie auch immer.) Es hängen also lauter Viae Malae an den Wänden. Die Künstler haben sich dabei auf düstere Farben verständigt, sie gewinnen der Schlucht einige ihrer langweiligsten Aspekte ab, während die kleinen Farbabbildungen der Originale auf den Erklärungstafeln durchaus interessante Koloration besitzen. Lauter berühmte Maler haben sich mit der Via Mala beschäftigt, ich würde behaupten: die meisten haben amtlich versagt. Zu den drei vier besseren Arbeiten gehören Bleulers unvermeidliche Vedute, zwei sich küssende Felsen, ein paar vom Eis bedrohte napoleonische Soldaten und eine Tunnelansicht, so verschroben gewählt und ausgeführt, daß die Erfindung des Trash mal wieder umdatiert werden sollte. Ansonsten ein paar versteckte Geister und einige Kirchners, Breughels, Segantinis – allesamt von anderen gemalt. Warum diese Sammlung an diesen Ort zur Ausstellung gelangt ist, muß einen Sinn besitzen, der sich meinem Verstand entzieht. Nichtmal Nachweise für die Silberne Ehrennadel sind zu erwerben. Vielleicht handelt es sich um eine hochkomplexe psychologische Sache für die Angestellten. Ich entziehe mich mit einem Ruck den 25 Abgründen, indem ich beinahe über die feudelnde Putzfrau falle, ja, auch das Treppenhaus hat seine Tiefe, draußen, im grauen Chur, geht der Verkehr, die graue Plessur, es hat schon alles Sinn, auch wenn es sinnlos scheint, irgendwie geht letztlich alles immer zusammen.