Neues aus Hinterschellenberg (2)

Um Schellenberg herum die Jungfraun vom heiligen Blute, blutend. Aus dem Boden schießen, Stopfen und Pfropfen gleich, prallwangig-rosige Kirschwasserbischöfe. (Das Ergebnis nur einer ereignisreichen Nacht.) Contrametheus stiehlt sich umher, löscht die nachspritzenden Funken. Contrametheus von der Berufsfeuerwehr. Pißstrahl im Dunkeln. Auf dem Grenzstrich, beherrscht von Halunken, werden die Berge abgezählt, nachgekartet und -gezackt. (Sitzen zwei Berge in der Dorfbeiz, trinken reichlich Enzian. Sagt der eine: Haste mal n Kamm? Nee, der ging anders. Sitzen erstmal zwei Berge in der Dorfbeiz, dann kommt noch ein dritter: Na holla, das ist ja wohl der Gipfel. Oder nee. Sitzen einmal alle Berge in der Dorfbeiz, kommt der Rüfenprüfer. Ach was.) Der Eschnerberg macht einen Buckel fürs neue Gemeindelogo. Der ferne Rhein als gelöste Schlinge oder versteiftes Seil peitscht die Würmer unter seinem Bett. Tonlos brüllende Wälder.


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