Monatsarchiv für November 2009

 
 

Haldenstein (7)

In Caminadas verzauberten Tälern steht im Kapitel über die Wasserkulte: „Unweit der Ruine Haldenstein ist eine heilsame Quelle, welcher die sie bewohnende Quellenjungfer die Kraft verleiht, Kranke von ihrem Übel zu befreien; man sieht oft eine weiße Gestalt neben dem Born sitzen.“ Bei der Gestalt soll es sich denn auch um eine Frau (ob Quellenjungfer oder nicht) handeln. Gestern im Föhn also, ausgestattet mit dieser völlig neuen Information und halbwegs genesen von einer seltsamen Schweizer Schweinegrippevariante, hinauf zu besagter Ruine. Die Wetterprognosen locken etliche Spaziergänger, Nordic Walker, Mountainbiker in den Hang. Entgegen meiner vorherigen Einschätzung läßt sich doch leicht zum einsamen Ruinenfels vordringen, vor drei Wochen hatte der Herbst den Pfad verdeckt (- lang ists her; vor drei Wochen bereitete der Anstieg noch Muskelkater). Von einer Heilquelle nächst der Ruine weiß kein Passant, ein als Quellenfassung interpretierbarer Stein beherbergt wohl eher das ehemalige Abwasserloch. Aus Grasbüscheln lugen blühend (!) Alpendistel, Glockenblume, Storchenschnabel und Scabiosa, auf keinen Fall aber Beinwell; Thymian und Dost würzen den Wegrand, eierförmige Föhnwolken bevölkern den Himmel, eine fette schwarzhaarige Raupe peristaltet übern Wanderweg, heut ist die Große Ruinentour angesagt, nach Grottenstein hinan krachen die Wipfel, schwanken die Föhren, auf Lichtenstein brettert der Föhn ins Gemüt, die Burggeister haben sich längst zum Überwintern in Erdlöcher verzogen, es stehen Zeichen am Himmel und am nächsten Tag schneit es so sehr, daß Berge und Himmel im Weiß verschwinden, sogar die Kühe stehen schneebedeckt in der Ecke und erinnern an ihre flottanten Verwandten, die manischen Gletscherstiere droben am Alpenrand, wo die Kristalle der Berge unter kaum vernehmbarem Knirschen (eine der schrillsten Sprachen der Welt) in jene des Himmels wachsen.

Haldenstein (6)

Der Antiquarius kennt auch Haldenstein, insondere das Schloß (!), zuzeiten seiner adlichten Bewohntheit: “Wann nun der Rhein eine Weile unterhalb Räzuns das Wasser Plessur eingenommen hat, so komt man mit solchem also bald nach Haltenstein. Dieses ist ein schönes (in der Tat, Rheinsein bewohnt es grad; Anm.) Schloß, Dorf und Herrschaft in Graubünden, eine halbe Stunde von Chur, jenseits oder auf der linken (der richtigen, wie der Kölner sagt!; Anm.) Seite des Rheins. Das Schloß liegt auf einem hohen (man kann auch übertreiben – es gibt jedenfalls in unmittelbarer Umgebung weit höhere; Anm.) Felsen und ist wohl erbauet, Dessen Besitzern stehen die hohen und niederen Gerichte (Steinbockfilet? Bündner Gerstensuppe? letztere jüngst noch im Nordflügel von der Kastellanin für die Bürgerversammlung in riesigen Kesseln gebraut; Anm.) zu. Es war selbiges ehemals einem adeligen Geschlechte gleiches Namens zuständig. Nach des letztern, nämlich des Herrn Haldenstein zu Lichtenstein, zu Anfang des funfzehenden Jahrhunderts erfolgten Tod, ist es nacheinander an die von Greifensee, von Grüningen, an die von Marmels, von Castion, von Hohenbalken, von Dägerstein, und endlich an Thomam von Schauenstein, einen Ritter, gekommen, welcher von dem Kaiser Matthia im Jahr 1617. in den Freyherrnstand erhoben, und unter andern auch mit der Münzgerechtigkeit beehret worden. Dessen Nachkommen haben diese freye Herrschaft besessen, bis sie mit dem Anfange des achtzehenden Jahrhunderts an Johann Lucium von Salis gekommen. Der dißmalige Besitzer ist Gusbertus von Salis. Das ganze Gebiete dieser Herrschaft ist nicht über eine Meile lang, hat dabey einen überaus unfruchtbaren Grund und Boden, welcher nicht einmal einiges Korn hervorbringt. Gleich oberhalb Haldenstein liegen (bis heute, im Föhn; Anm.) die Ueberbleibsel des Gemäuers von dem Bergschloße Lichtenstein. Die Gegend in dieser Landschaft (schön ausgedrückt!; Anm.) ist mehrentheils voller hoher Gebürge, zwischen welchen sich die Thäler hier und dar zuweilen bis auf eine Meile erweitern, die sodann von dem dardurch fließenden Rhein und andern Bächen oft überschwemmet, davon aber zu herrlichen Auen und Wiesen gemacht werden.” Rheinsein könnte jetzt mit Dielhelm noch gen Trimmis, gen Norden, etc, aber es regnet so fürchterlich sehre, draußen, im Dunkeln, als machte das alles keinen Sinn.

Chur (5)

Über die Christenmenschen (in aufsehenerregenden Fällen nicht selten politisch interessierte Gottesmänner) Churs weiß der Antiquarius die ein oder andere Anekdote, trockener wird’s beim Auseinandersetzen der kompliziert errechneten Stadtverwaltung und ihren Geflechten mit dem Klerus, die im hundertfußnotigen Anhang eher zerstreuselt denn entwirrt wird. Lassen wir die profanen Dinge außer acht und wenden uns einem (wenn auch schwer erwerblichen) Christenwunder zu, das mit der Kultur des alpinen, von der Kirche bekämpften Aberglaubens durchaus zu konkurrieren vermag: „Gleich über dem bischöflichen Schloß an jenem Berge, so mit Weinreben besetzt ist, erblikt man das schöne Kloster Sanct Lucii premonstratenser Ordens. Im Jahr 1453. ward es zu einer Abtey erhoben, auch hernach vom Pabst Eugenio dem IV. bestätiget, in welchem Stande es hernach beständig geblieben, bis ums Jahr 1529. der damalige Abt Theodor Schlegel, weil er an einem wider die Stadt gemachten heimlichen Verbindniße Theil gehabt, enthauptet worden. Hierauf haben die Mönche nach und nach abgenommen, und der Gotteshausbund hat sich damit um eine gewisse Summe Gelds im Jahr 1538. abgefunden, da denn endlich das Kloster gänzlich zerfallen und öde gelassen worden, bis im Jahr 1630. Johannes Coppius solches wieder aufrichten lassen und daselbst zu residiren angefangen, von welcher Zeit an es von einem insulirten zeitligen Abt verwaltet und von vier Ordensbrüdern bewohnet wird. Seit wenig Jahren ist dieses Kloster neuer Dingen stattlich erneuert worden. Gleich über dem Kloster auf eben dieser Höhe in einer Kluft ist eine Kapelle zu Ehren des heil. Lucii erbauet, zu welcher man über Berge und felsigte Klippen, wohl eine Viertelmeile hoch, hinauf steigen muß. Es ist diese Kapelle ohngefehr zehen Fuß hoch ins Gevierte gewölbet, worinnen ein Altar befindlich, auf welchem bey hohen Festtagen Messe gehalten wird. Etwas höher darüber ist eine im Felsen von der Natur zubereitete Grotte anzutreffen, welche eine Einsiedlerskapelle zu seyn scheinet, und ist in solcher eine kleine Quelle, woraus ein Wasser quillt, so, der Papisten Vorgeben nach, wie ein Oel so fett seyn, und von GOtt eine heimlich verborgene Kraft zu Heilung der Augen haben soll, welches aber von unpartheyischen Leuten als falsch befunden worden.“

Chur (4)

Dielhelm spricht in einem Nebensatz von der gefühlten Düsternis Churs (es gibt, ein für allemal, weit düstere Täler und Ortschaften) und in einer beiläufigen Aufzählung von ihren Zooqualitäten – Themen, die sich bis ins heutige Rheinsein erhalten haben, während die Macht des Bischofs im Laufe der Zeiten, wir wollen nicht vorgreifen, eine endliche Sinuskurve beschreiben könnte: “Die Stadt ist an sich selbst wohl erbauet, aber nicht sonderlich groß, und macht bey nahe ein Dreyek aus. Sie liegt auf einem fruchtbaren und luftigen Boden, welchen der Rhein und die Plessur befeuchten. Wie denn dieser letztere mitten durchfliesset, darinnen etliche Mühlen treibet, und fast durch alle Gassen geleitet werden kan. Rings umher hat sie einen guten rothen und weisen Weinwachs, absonderlich gegen den Morgen. Sie wird ferner allenthalben mit hohen Gebürgen umgeben, die den Sommer ungemein verkürzen; massen man auf diesen Bergen und auf ihren erhabenen Gipfeln noch wohl im May und Junio Schnee findet. Im übrigen dienen sie nichts desto weniger zu einem Aufenthalt der Gemsen, Steinböcke, Haasen, Murmelthiere, Geyer, Steinhüner, Auerhäne, Fasanen, und dergleichen Gethiere mehr. Der Umkreiß dieser ganzen Stadt begreift anjetzo zwey Haupttheile in sich. Der eine bestehet aus dem bischöflichen Wohnsitz, aus der Domkirche, der Probstey, und aus den dabey stehenden Domherrenhäusern, welche von der Stadt durch Thor und Thürne abgesondert sind. Der andere Haupttheil ist die Stadt selbst. Diese bekennet sich ganz zu der reformirten Religion, und zwar seit dem Jahr 1526. als zu welcher Zeit sie dieselbe gleich andern Orten in Graubünden mit Abschaffung der catholischen angenommen, nachdem Johannes Comander des Terzels Predigten widerleget, und zu Ilanz über die streitige Puncten zwischen beyderseitigen Geistlichen eine Disputation gehalten worden. So hat auch der dortige Bischof weder in burgerlichen noch in Kirchensachen etwas zu gebieten.”

Chur (3)

Der Rheinische Antiquarius weiß allerhand Vages über Chur und wirft damit zugleich die Frage auf, ob die Präzision geschichtlichen Wissens mit zeitlichem Abstand steigt oder sinkt. Beides, lautet sicherlich die weiseste aller Antworten. Und das war der Wissensstand zur Geschichte Churs im Spätbarock: „An dieser Plessur, eine kleine Viertelmeile vom Rhein, zwey starke Meilen von Meyenfeld und viere von Feldkirch liegt Chur, lateinisch Curia Rhaetorum, und französisch Coire, die Hauptstadt der drey freyen Bünde in Graubündten, wie auch der Hauptort des Gotteshausbundes. Ihren Ursprung und Namen wollen einige von dem Kaiser Constantio, Kaisers Constantini Magni Sohn, herleiten, und zwar dergestalten, daß, als selbiger mit dem allemannischen Könige Chonodomaro oder Vadomaro ums Jahr 375. oder, nach anderer Meynung 355. Krieg geführet, er sich, nach Endigung desselbigen, nach Mailand in die Winterquartiere begeben hätte; bald hernach aber wäre er aufs neue mit ihm zerfallen, worauf er sich in diese Gegend Räthiens gezogen, sein Lager in dasigen Feldern, Campi Canini genant, und seine Hofhaltung in den darinnen sich befindenden alten und festen Schlössern aufgeschlagen, auch daher dieser Stadt ihren Ursprung und Namen gegeben habe; massen selbige ganze Gegend Rhätia Curiensis genennet worden. Wie denn ausser den dreyen Festen Marsoila, Spinoila, und Ymburg, keiner andern daherum gelegenen namhaften Oerter oder Gebäude einige Meldung geschehen, obschon Ammianus Marcellinus alle zu seiner Zeit dem Rhein hinunter gelegene Städte fleissig angemerkt hat. Andere wollen Constantio mehrers nicht, als nur die Erweiterung und Benamsung dieses Orts zuschreiben, und behaupten zugleich, er hätte schon lange vor dessen Zeiten allda gestanden, und wäre Ymburg genennet worden. Auch sey dieses eben der Ort, den Ptolomäus Alexandrinus, nach Art der griechischen Schriftsteller, mit einiger Veränderung der Buchstaben, Ebodurum betitele. Dem sey nun, wie ihm wolle, so ist doch ganz wahrscheinlich, daß schon vor Christi Geburt dieser Ort als einer der gelegensten und fruchtbarsten von den alten Räthiern bewohnet worden, auch nach und nach an Volk und Gebäuden zugenommen habe; Daß ferner die Stadt bey der Feste Ymburg, auf deren Platz das heutige Rathhauß stehet, durch Darzuziehung der festen Schlösser Marsoila, und Spinoila entstanden; endlich daß diese Schlösser oder Höfe erstlich den vornehmsten räthischen Herren, hernach den römischen Landpflegern, endlich aber dem Kaiser Constantio selbst zur Wohnung gedienet, und dahero, sobald sie zur Stadt geworden, den Namen Curia erhalten, so im deutschen Hof bedeutet. Solchergestalt haben auch nachgehends die Bischöffe allezeit ihre Hofstatt in dem Schloß Marsoila und in den dabey aufgerichteten Gebäuden gehabt. (…)“ Die Namen Spinoila und Marsoila führen auf dünne Spuren, das rätselhafte Ymburg bleibt rätselhaft, während mit Ebodurum über Dielhelm hinaus auch liechtensteinische Flecken in Verbindung gebracht werden.

Gion Antoni Hitz überlebt eine Lawine

„Es war Anno 1923, am 23. Dezember. Am Tage zuvor hatte es auf eine wenig dicke Schneedecke von neuem zu schneien angefangen. Am Dreiundzwanzigsten setzte der Sturm ein. „Heute gehe ich früher füttern,“ sagte ich zu meiner Frau, „heute ist es lawinengefährlich.“ Schon um halb vier Uhr begab ich mich nach Dieni, wo ich im Winter mein Vieh hatte. Außerhalb des Dorfes waren die Wege dicht eingeschneit. Ich konnte nur einen Tritt vor den andern setzen. Es war nicht gemütlich, denn oben am Waldrand krachten die Tannen, die vom Wind umgeworfen wurden. Um sechs Uhr verließ ich meine Viehhabe und machte mich auf den Heimweg. Es fing an zu nachten und das ist nicht die beste Zeit. Denn dann brechen gerne die Lawinen los. Beinahe hatte ich die Hälfte der kurzen Strecke zurückgelegt, als ich droben am Wald ein Knirschen und Krachen hörte. Wieder eine Tanne umgelegt! Gleich darauf aber vernehme ich ein langgezogenes Puuf! einen Windstoß. Das ist die Lawine! Ich mache einige Schritte zurück. Jetzt ein Rauschen und ich sah eine fünf, sechs Meter hohe Walze rasend schnell gegen mich daherstoßen. Mut, Mut! Nicht verzagen! Ein Jäger und Strahler darf nicht Angst haben, sage ich mir. Plötzlich nimmt mich der Luftzug vom Boden auf und fährt mit mir, als ob er mit mir bestandenem Mann Ball spielen wollte, kopfüber achtzig Meter weit die Wiese hinunter. Obwohl ich dem Wind nicht schwer war – er hatte mich emporgehoben wie ein Stück Papier – ließ er mich doch allmählich zurück, und ich sank zwischen ihm und dem nachdrängenden Schnee zu Boden. Wie viele Gedanken gingen mir in diesem Augenblick durch den Kopf, Diesseits- und Jenseitsgedanken! Ich war auf die rechte Seite gefallen, mit dem Kopf abwärts. Jetzt kannst du aufstehen, meinte ich. Es ging aber nicht, denn ich war ein wenig betäubt. Doch hatte ich die Besinnung keinen Augenblick verloren. Da deckte die nachflutende Schneemasse mich zu. Ich war begraben. Finstere Nacht um mich! Ich wurde zusammengedrückt. Der Atem ging schwer. Ich muß mir Platz machen. Jetzt muß ich noch turnen lernen! ging es mir durch den Sinn. Mit Händen und Rücken presse ich den Schnee, so stark ich nur kann, auf die Seite und schiebe mit der Linken, was über mir ist, unter mich hinein. So komme ich allmählich mit dem Oberkörper höher und höher. Die Füße und den rechten Arm konnte ich nicht rühren, weil ich sie beim Abwärtssausen nicht bewegt hatte. Der Schnee war nicht kalt. Ich konnte immer noch kaum atmen, zwang mich aber, unter Aufbietung aller Willenskraft, mir mit der freien Linken und dem Rücken Luft zu verschaffen. Die Hand suchte die ersehnte Oberfläche zu erreichen. Ich bohre einen Trichter in die feuchte Masse und merke, daß der obere Schnee locker ist. Das Atmen geht leichter. Erst jetzt, da ich Luft bekomme, fühle ich, daß ich den Mund voll Schnee habe. Jetzt habe ich den Sieg über die Lawine errungen. Mein Rücken ist ganz naß. Warum nur? Ich rufe um Hilfe. Da höre ich Schritte. Den Handschuh zwischen den Fingern haltend, strecke ich den linken Arm durch den Trichter empor, so daß der Suchende den dunkeln Fleck im Schnee erkennt. Zehn Minuten später bin ich oben, kann mich aber kaum aufrecht halten. Ich habe wohl achtzig Zentimeter unter dem Schnee gelegen. Wie ich heim, in meine Stube kam, zeigte es sich, daß mein Hemd auf dem Rücken rot gefärbt war von Blut. Aber dieses Drücken und Stoßen bis aufs Blut hatte mich vom sicheren Td errettet. Sich rühren, kämpfen, heißt es in Not und Gefahren.“ (Aufgezeichnet von Arnold Büchli)

Tavetsch

Den zweiten Band seiner Mythologischen Landeskunde von Graubünden beginnt Büchli mit einer bildhaften Beschreibung des Val Tujetsch: „An hellen Tagen erblickt Chur zwanzig Stunden weit talaufwärts am Horizont eine Felsenzinne vor einem Gebirgsstock, ähnlich dem Turmdach einer Burg. Dort hütet der Badus in seinem Wasserschloß ein Quellseelein, den Ursprung des Flusses, der die lange, gerade Talrinne gegraben. Sein Name, das berühmteste rätoromanische Wort, ein Erbstück aus Urvölkerzeiten, führt ins Tavetsch hinauf, in die oberste Stufe des Bündner Oberlandes. Von seinen Firnen schäumen gar manch quelljunge „reins“. Nur einem von ihnen ist es beschieden, ein majestätischer Grenzstrom zu werden, der Nationen und Sprachen scheidet und die Artbenennung der Tavetscher Bäche als stolzen Eigennamen behält bis zu seiner Mündung ins Meer.“ Ganz bis oben ist im Spätherbst/Winter leider nicht zu gelangen, aber doch recht weit gen Quelle; die ersten Rheine, die dem Vorderrhein zufließen, scheinen eindeutiger und benennbarer als jene am Hinterrhein, sie haben sich deutliche Rinnen gegraben. Das hier vorausgesetzte Beibehalten des Eigennamens bis zur Mündung in die Nordsee wiederum haben die Holländer untergraben. „Die Tavetscher Landschaft eignet (…) eine feierliche Größe, sie ist klassisches Hochgebirge, aber weit hinauf besiedelt und bebaut. Wenn der Wanderer oder Fahrgast der Oberalpbahn von Disentis her kommend den äußersten Weiler Bugnei erreicht hat, sieht er sich in eine rings von hohen Waldhängen und Bergketten abgeschlossene Welt von eigenem Reiz versetzt. Da liegen, spielzeughaft geduckt in der gegen das tiefe Rheinbett geneigten Talfläche, inmitten von Wiesen und Getreideäckern die paar Dörfer und Dörflein mit sonneverbrannten Strickhäusern um hell ragende Kirchen und Kapellen geschart.“ Es ist eine Heidiwelt, heidiesker als in Maienfeld. „Talein stößt der Blick gegen die von Gletschern scheitelrecht geschliffenen Felskämme und -zacken des Piz Culmatsch und des Piz Nair vor der noch schrofferen Gneismauer des Crispalt. Von seinem scharfgezähnten Grat schweift das Auge südwärts zu der breiten Pyramide des Badus (…). Darunter treten die Talwände, mit dunkelm Tannwald bepelzt, dichter an die Rheinschlucht heran, den Durchblick auf die beiden obersten Tavetscher Dörfer wehrend.“ Es ist eine Gegend der erzählten bzw. mittels Erzählung dorthin verbannten bösen Wesen, Ursprung für il striegn, romanischer Ausdruck für vielfältiges Schadenszauberwerk. „Droben im Geklüft bricht der Hammer des Strahlers die Fülle schönster, seltener Kristalle. Doch den Hauptreichtum des Tavetsch machen seine herrlichen Weiden und sein großer Besitz an Alpen aus.“ Und auf den Alpen gibt es neben Natur auch Nachbarschaft und Christentum, ergo Sünde, ergo Geistervolk. Mit der modernen Alpbewirtschaftung und dem modernen Christentum scheint es auszuflachen – aber die Alten erinnern sich und so wie das Tavetsch (in den Augen des dummen Touristen) aussieht, lassen sich dort eher noch veritable Kleingeister einfangen als je ein herkömmliches Alpentier.

Chur (2)

„Die Stadt Chur ist eine der kältesten, die es gibt, die finsterste, die ich kenne.“ (Thomas Bernhard)

„Wer Chur je mit eigenen Augen gesehen hat, der weiß, daß es sich hier um eine sonnige, herzenswarme, liebliche Stadt handelt.“ (Iso Camartin)

Ob Thomas Bernhard nicht sonderlich herumgekommen ist oder sein erfolgreich-auf-Nörgeln-gepolt-Sein ihn zu seiner Feststellung verleitet hat (grad keine Vergleiche zu Bernhardschen Aussagen über andere Städte zur Hand): Chur vermittelt, insbesondere winters von Norden betreten, anfangs schon einen recht depressiven, von Bergen zugeklappten, dunklen Eindruck (etwa den eines Betonwaldes, aus dessen dampfstrahlgereinigten Modergebieten kahlköpfige Hochhauspilze ragen), der sich aber beim Verweilen flugs in hellere, sehr helle und Zwischentöne löst und bei Sonnenschein sowieso innert Minuten, wenn auch nicht rückstandslos, dahinschmilzt. Insofern dürfte sich Iso Camartins heimatverteidigender Satz vor allem auf Ausschnitte, und hierbei vor allem ältere, der ältesten Stadt der Schweiz berufen. Nun geht es in puncto Finsternis stark auf den kürzesten Tag des Jahres zu, Chur glimmt, von Haldenstein aus betrachtet, ab spätestens 17 Uhr wie eine weihnachtsbeleuchtete Kröte (oder sonst ein rundlich-fettes Krippentier) drunt, von hier aus links des Rheins gruppiert, ein Anblick, wie ihn jedes in Talgründen gelegene Schweizer Städtchen mehr oder minder bietet: gewiß kein allzu kalter. Rabiate, dem Wortsinn entsprechende, Finsternis mag der Literat zwar überall, aber im Städtevergleich doch eher z.B. in Phnom Penh als herrschend vorfinden, Finsternis gepaart mit Kälte, wenn es denn sein muß, z.B. in den Polarregionen, Gelsenkirchen oder Kattowitz. Chur enttarnt Bernhards Urteil bei aller Vorsicht (wer weiß, was Bernhard Grauenhaftes in Chur widerfahren sein mag?) somit mindestens zur Hälfte als vorurteilsgenährte Selbstentlarvung eines Kaumgereisten. So soll man immer aufpassen. (Ich sperre vorsorglich die Kommentarfunktion für Gelsenkirchener.) Letztlich sind beide Zitate Korsettstangen einer kleinen Stadt mit (zum Wohnen) hübschen Winkeln und häßlichen Flächen, welch letztere über ihre bergblickbietende Funktionalität jedoch, auf Dauer, einen ästhetischen Zugewinn entwickeln (oder dann doch eines Tages besser abgerissen werden) mögen. Von den Gewerbe-und Industriezonen bliebe, daß auch sie schweizerisch clean erschienen, von der Stadt an sich, die im Gesamten schon wie hingeworfen-wo-Platz-ist wirkt, die tallängs wenig Ausbreitungsbestrebungen zu besitzen scheint und doch das Zentrum einer ganzen Region voll berühmter Ferienorte in ehemals und teils bis heute wilden Haupt-, Seiten- und Rheintälern vorstellt, läßt sich sagen, daß sie dieses an sie herangetragene Selbstbewußtsein mit Gelassenheit zu tragen scheint. Ein freundlicher, zurückhaltender Schlag geht dort shoppen oder verkauft sein Birnbrot, auf kleinem Areal ist die gesamte Kultur einer zerklüfteten Region (zumindest museal) verfügbar und in der munizipalen Linie „dr Bus vu Chur“ erklingen die Haltestellenansagen im lokalen Dialekt.

Rheinischer Steinkult

Parallel zu Büchli beschäftigt sich Christian Caminada, langjähriger Bischof von Chur und in den Tälern des Vorderrheins aufgewachsen, in seinem Buch „Die verzauberten Täler“ mit dem Bündner Volksglauben, der naturgemäß mit Steinkult verbunden ist: „Zaudernden Schrittes und geheimnisvoll erfasst gehen wir daran, jene stummen Steine, welche vielenorts in rätischen Landen auf sonnverbrannten Höhen, in Waldlichtungen, an Wasserquellen und an Flüssen als Teufelssteine, als Nixenstätten, als Elfen- und Dialenfelsblöcke und als Hexentanzplätze aus gespenstisch sich formenden Nebelfetzen der Sagen uns anstarren, zum Sprechen zu veranlassen. Die Rätoromanische Chrestomathie und andere Freunde der Volkskunde sind jenen bläulichen Irrlichtern, die zauberhaft da und dort aufhüpfen und verfliegen, sobald man nach ihnen greift, nachgeeilt und haben deren Kunde in ihren Schriften mit zitteriger Feder fest zu bannen sich bemüht; aber ob es meinen aufgeklärten Lesern entspricht, verwitterte Granitblöcke zu besuchen und Felsenwinkel zu durchstöbern, wo ekelhafte Fledermäuse mit ihrem garstigen Leib das Gesicht des erschauernden Wanderers um streichen, ist eine Frage der Wertung des Aberglaubens als Quelle der Volkskunde. Steine möchten wir zum Sprechen veranlassen, die seit Jahrtausenden stumm und trotzig am Wege späterer Kulturepochen und Völker liegen. Man kann sie erledigen, indem man geringschätzig an ihnen vorübergeht, indem man mit Dynamit den Riesenleib zerreißt und aus dem Abfall die Straße bekiest; aber sie scheinen doch zu reden aus den Mauern der Bauten, in die sie hineingefügt worden waren, und aus dem Unheimlichen gewisser Strassenstellen, die Reiter und Ross foppen mit Tod und Unglück. Das Christentum suchte das Böse zu bannen durch eingekerbte Kreuze, durch heilige Sprüche und Namen. Die Steinblöcke wurden stumm; einzig der Aberglaube machte sich an diesen Zeugen einer ehemaligen, fern abliegenden Kultur noch zu schaffen. (…)“ Entsprechend geht Caminada daran, die Sagen zu markanten Formationen auszubreiten. Und tatsächlich entspricht es dem aufgeklärten Leser bis heute aus angegebenen Gründen, verwitterte, geheimnisumwitterte Granitblöcke zu besuchen.

Liechtenstein (3)

Der Vandalismus hat Einzug gehalten im Liechtenstein der neuen, am (dreimal laut: haha!) sauberen (i.e. z.B. auch Köln beinhaltenden) Europa orientierten Ära. Molotowcocktails auf Wohnhäuser, eingeworfene Scheiben im unschuldigen Landesmuseum, zerstörte „Beleuchtungskörper“ der „Freizeitanlage“ in Mauren. So berichten beide Liechtensteiner Tageszeitungen „Volksblatt“ und „Vaterland“ ihrer Klientel über ein jahrzehntelang ungekanntes Horrorwochenende. Auf der Suche nach dem Liechtensteiner Ghetto fotografiere ich eine grasende Kuh vor zehngeschossigem Wohnhochbau, direkt am von ohrenschutztauben Laubbläsern gerockten Hang zwischen Vaduz und Triesen; darüber, im Dampfbad, die glitschigen Berge. Zentrale Straßen schreiben sich fort als peristaltische Reihung aus Bauernhöfen, Banken, Tanken, Gewerbe, Wohnhaus und Table Dance Bar, zwischen Landtag und Rathaus passen noch ein Souvenirshop (mit im fernen Ausland hergestellter, vorgeblicher Alpenware), ein Markenjuwelier und eine Pizzeria, die das Land durchziehende Hauptstraße als reißender Geldstrom, Kuhglocken und Motorrauschen, die argusbewachten Besucherparkplätze unterhalb der Stiftungen wachsen sich allmählich aus zu (noch nicht ganz) denkmalgeschützten Brachen einer soeben verwehenden Kultur. (Liechtenstein war einst=bis vor kurzem, proportional zu sich selbst gesehen, einer der größten bewachten Besucherparkplätze der Welt.) Autos verschwinden im Niesel, andere tauchen daraus auf. Ihre Geschäftigkeit hat etwas modernes, plastikbasiertes, zwischen Playmobil- und Echtwelt. Triesen beginnt entsprechend verspielt mit einem McDrive, in fosforgrünen Bussen grasen behütete Kinder der von allgemeiner Geldpotenzierung auf schnellen Reichtum verworfenen Neo-Bourgeoisie, üben heimlich das Zähnefletschen unter Aufsicht der fürstlichen Bastion. So wächst festverwurzelte bäurische Identität sich langsam aus und hinein in eine monetär bedingte Internationalität, ein geschmackvoll eingerichtetes Fake aus Weltläufigkeit innerhalb wohlstandsgedehnter Provinzialgrenzen (Dehnungen, die zuvorderst nach innen hin statt finden und erstaunliche Blasen werfen, doch:) begrenzt sind alle Ewigkeiten, so schließlich auch die Fassungslosigkeit.

Socka Hitsch

Die Methodik, einen Fluß zu erfassen, besteht offensichtlich im Wegfließen- und Aufscheinenlassen von Partikeln. Nun oszillieren sie auch noch zwischen Erster und Zweiter Welt. Es geht um Annähern, Begreifen, Austausch, Bewahren, Transformation. So lang es eben geht und bis es zündet. Es geht auch um die Hoffnung, überhaupt etwas vorzufinden. Vieles verkriecht sich schließlich in die Zeit, die heuer kaum jemand mehr hat oder sich nimmt. Die immerselbe Strecke, die niemals zweimal diegleiche ist: vom Zug aus erblicke ich bei Landquart einen auffälligen (piratenbeflaggten? fahrenden?) asfaltumgebenen Kiosk (an der Straße nach Davos?), „Socka Hitsch“ steht darauf geschrieben. Nun hat Landquart außer relativ geraden Straßen und klotzartigen Supermärkten nicht sonderlich viel zu bieten und dieser Fahrensmann (?) fällt sofort aus dem Bild. Sollte ich nochmals in das trübe Städtchen, um mich dem Fänomen zu nähern? Nur eine mittlere Überraschung: den Socka Hitsch gibt’s auch im Internet. Die etwas größere: er ist der Star je eines Buchs und eines Films über ihn selbst, Filmemacher Gian Rupf, ein Landquarter, dem Landquart an sich ebenfalls eher trüb vorzukommen scheint, hat zu Film und Hitsch eine Website eingerichtet, auf der er den Mann als sympathischen Außenseiter, konventionsbrechenden „Don Quijote der Hosenträger“, Alpöhi des Durchgangsverkehrs („der Bündner, der pro Tag die meisten Auots sieht“) und reimenden Marktfahrer feiert. Rahmend findet sich ein sprechendes Nietzsche-Zitat: «Die Ortschaft Landquart ist in einer glücklichen Lage. Sie hat weder Ahnen noch Tradition. Was ihr an Vergangenheit abgeht, scheint sie an Verständnis für die Aufgaben der Gegenwart zu haben.» Augenscheinlich ist sie an diesen Aufgaben seit Nietzsches Zeit vor allem mithilfe des Waschbetons gewachsen. Daß aber die Wesen zwischen Motorenrausch, Beton und Asfalt menschliche, gar menschlich-originelle Züge annehmen, potenziert die Düsternis der Situation nicht mehr oder minder als es Hoffnung für ihre Schleusenfunktion schafft. Was anderes auch als ein Ghetto ist letztlich das Paradies?

Mythologische Landeskunde

Auf den Alpen des Vorderrheins gehen die verdammten Missetäter. Die Mythologische Landeskunde ist, trotz der geringen Einwohnerzahlen, voll von ihnen. Da ist der Bauer, der im Leben Marksteine versetzt hat oder der typische und wiederkehrende Bündner Krämer, der seine Kunden übervorteilt (und, ganz bös: alles aufschreibt). Schlimm triffts denjenigen, der zeitlebens Steine aufs Nachbargrundstück entsorgt (mit einem glühenden Korb muß er sie nach dem Tode wieder einsammeln). Ehefrauen entpuppen sich als bilokationsfähige Hexen, welche die ohnehin schon aufreibende Arbeit ihrer Angetrauten behindern und töten, was sich ihnen in den Weg stellt, solangs keine geweihten Gegenstände bei sich trägt. Sie enden ertappterweise mit Hufeisen beschlagen, dann verpuffend. Schwarzhaarige ZigeunerInnen ziehen durch die Gegend und verstehen sich auf allerlei Zauberwerk, greifbar sind sie nicht; wer ihnen verlustfrei begegnen will, muß sie austricksen. Der ewige Jude hat ebenfalls die Gegend bereist, bei Pfarrer Gaudenz Engler in Camischolas bekam der Wandergesell ein Essen, das er im Herumlaufen einnahm. Kühe verschwinden einfach spurlos und tauchen wieder auf, als sei nichts vorgefallen. Die Toten des Folgejahres versammeln sich in der Silvesternacht vorsorglich auf dem Friedhof. Wandbilder dürfen nicht verrückt werden, sonst treten die Geister hinter ihnen hervor. In Disentis geht eine große wüste Büßerin mitternachts auf dem Friedhof um, die Zunge bis zum Gürtel herausgestreckt. Bisweilen tauchen warnende Gestalten, unvermittelt in Flammen gehüllt, an einsamen Dorfbrunnen auf. Und hat man den Schwarzen oder sonst unliebsamen, z.B. des Nachts tönenden, jedoch völlig unsichtbaren Besuch im Haus, muß die Geistlichkeit ran, die auf solche Probleme geschult stets zielsicher Abhilfe schafft.

Ruinaulta (2)

Bis weit außer Sichtweite schneidet sich die Rabiusa mit ihrem wilden Namen ins Tal, schnitzt dabei eine mächtige unzugängliche Schlucht Gott zu Gefallen – entsprungen bei den hinteren und eingefangen von den vorderen Rheinen. Irgendwo dort liegt das Walserdorf Safien, Welten von seinem Bahnhof Versam-Safien entfernt. Die Straße nach Versam ist nur unter vehementer und mehrfach akzentuierter Blickwurfgefahr passierbar, eine kleine Aussichtspyramide überhängt die Rheinschlucht und bietet, bescheiden am Straßenrand plaziert, einen der grandioseren Ausschnitte unserer guten Welt. Unten fließt der Rhein wohl noch auf den Schutttrümmern des Flimser Bergsturzes und er tut dies mit bezauberndem Wildbachcharme, d.h. mit dieser visuell so reizvollen schaumbekrönten Klarheit und in den Farben Klarlack, Amethyst, Turmalin und Türkis. Auch zwischen Versam, einem nett an den Hang gedrückten Dörflein und dem Bahnhof direkt in der Schlucht liegt noch eine gefühlte Sommertagesreise Fußweg und die Differenz einiger hundert Höhenmeter. Damit der Reisende sein Gepäck nicht den berg hinauf- und hinabschleppen muß, verkehrt ein per Verkehrsschild als gefährlich angekündigtes Postauto auf den Serpentinen. Auf halber Strecke läßt sich das verlassene Geistergefährt beim Verschnauferli am Wegrand beobachten. Neben dem Bahnhof steht an der Schlucht ein Zentrum für Kanu- und Energiereisende, es gibt zwei Wanderwege, einer führt schluchtauf, der andere schluchtab. Der Fels wirkt gespalten, bisweilen balanciert er nach Absturz riechende Brocken am Rande der Frischluft. Durchs dunkle Unterholz der schmalen Auwäldchen splitzert der Glitz des Vorderrheins. Der sich spaltet, eint und eilt und Schlaufen vollführt, mal rauscht und mal plätschert, meisenhaft zwitschert und die tief in den Kieseln verborgenen Gesichter freischleift. Zwierheinische Mündungen erfunden wirkender Wasserfälle, insgesamt herrscht eine Ästhetik der vorvorletzten Jahrhundertwende, gelegentlich gekreuzt von Räthischer Bahn und Helikoptern. Unmotiviert hinter feistere Kiesel geduckt läßt sich eine Groppe beim Schwanz aus dem Flußlauf ziehen. Sie windet sich, doch ihre Depressionen scheinen kaum mehr heilbar. Anstiege und Kiesbänke, raschlige Wasauchimmer geschäftigen durchs Gebüsch, übern Rheinkies schrabben grüßende Kanutengruppen. Und droben auf den Alpen werden die Ziegen von vorbeifliegenden Vögeln gemolken.

Planet Surselva (3)

planet-surselva_adatg_2

(Foto: Helena Becker)

Planet Surselva (2)

planet-surselva_2

(Foto: Helena Becker)