Betriebsausflug an den Rheinfall

hinter Montaigne stehn, wie er da hockt, den
Buckel rund & Stift gezückt, den Rheinfall
zu beschreiben: das ist doch nix, das is nur laut
(Francis Ponge referiert über leis gestellte
Verstärker seine feinsinnigen Beobachtungen
zur Lithografie), barbarisch, deutsch, zum aus
der Haut (der Rhein ein Zwitter aus Wasser &
Stein), der Wein war gut, doch kein Wort übers
Essen. (ein feiner Lithograf der Fluß) hinter
Montaigne da am Rheinfall stehn, Montaignes
Arsch als Fußball sehn, zum Freistoß angetreten!
(Gedächtnisnerven, Fragilität und Zärtlichkeit)
da rauscht der Schlund, der weiße Schaum, kein
Untier, hätt es noch so krumme Zehen, könnt
diesen Fels erklimmen. Montaigne halb foto-
grafiert: ganz groß was der so formuliert
„je suis dont je mange“. später wie immer im
Imbiß: Gespräche, Seligkeit, Manifeste &
tapfer den Tag überstehende Ketchupreste


Stichworte:
 
 
 

Kommentar abgeben: