Gorrh (4)

Gorrhs früheres und späteres Denken entwickelte sich aufgrund einer Initialzündung, die er noch im Larvenstadium, geborgen im Asfalt der A5, im Jahre 2009 n. Chr., mittels seismofysischer Nervenanwandlung seinem Wesen überschirmte und im Laufe seiner Frühstentwicklung sich neurologisch einverleibte. Gott, Darwin, Hölderlin, Nietzsche, Freud und Konsorten streiten seitdem über die Deutungshoheit: Mit einer Prügelei haben eine Frau und ein Mann versucht, nach einem Unfall auf der A5 die Schuldfrage zu klären. Die beiden hatten sich in die Wolle bekommen, nachdem die Frau den Wagen des Mannes bei Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) gestreift hatte. Daraufhin stoppten beide auf dem Standstreifen und tauschten statt der Personalien Schläge aus. Stimmen (wie jene von Schwuttke und Strondtner), die Gorrhs Aufderweltsein nicht mit klassischer Metamorfose, sondern eher mit Schnittstellengeburt erklären, schreiben seine Eigenschaften elektromagnetischen Fänomenen zu. Daß der Faustschlag einer Frau oder eines Mannes auf dem Standstreifen der A5 bei Weinheim globale Folgen nach sich ziehen kann, ist jedenfalls seit Gorrhs was auch immer geschuldetem Erscheinen einer der Kernsätze der sogenannten Chaostheorie.


Stichworte:
 
 
 

Kommentar abgeben: