Rheinstring

Ort ist Unort. Erstens sowieso und zweitens
wenn die Nymfen steigen, heillos unterwegs
ins Filibrieren an den tonlos fast gedämpften
Rändern zigstelmillimeterdürrer Schnüre, dh
gewundner Regenbögen aus Dinkelmalz und
Sonnenkraft. wie Libellen, wie Maschinen
wenn sie filigran wie tödlich jenen siebten
Sinn bedienen, der die Hinterschädel spült
grad wenn die Orte weiterwandern. sich
andern Orten überlagern, wenn sie wogen
sozusagen, eingerollte Dimensionen hinterm
Auwald, offne Linien, die sich ziehn in ab-
gedeichter Wirklichkeit. Kuckucksrufe. Bunt-
spechthämmern. Stringnahtzwitschern. Ort
ist Schwemmland, Ostermoos, sumpf, bald
und orientierungslos. der Rückwärtsruck, das
Inselleben, Raumdefekte, Nymfenschweben
zwischen himmelblauen Blicken wabert Sinn


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