Rheinprobe (bei Köln)

verwebt/bewegt unter automatischen Fischflächen
das klare Bild einer verwässerten Idee. Ständig
brechen neue Tage aus dem abwesenden Licht
schwer erfüllbare Tage für eine Welt voller Idioten
Die einen ziehen Mauern hoch, die andern hauen
sie in Stücke. Motive des Lebens. Gelten ebenso
unter Wasser wie im Industriegebiet. Der Rhein
gräbt sich durch ein projiziertes Schema. Liquor
in kleinen Portionen ausgeschenkt, auf dem Grund
der Gläser hockt Gott. Kaum erkennbar. Quakt mit
all seinen Stimmen: einer geht noch, einer geht
noch rein. Vage Erinnerungen an den Nullpunkt
Als ich mich endgültig in einen Fisch verwandelte
ein Stück Eiweiß, das nach und nach hinter seiner
Zeichnung verschwand. Wie eine zittrige Magnet-
nadel, ausgerichtet nach da und dort, ein zufälliger
Vektor auf Wanderschaft. Seilspringend zwischen
Diagrammkurven. In Heisenbergscher Unschärfe
in meinen Händen ein ängstliches hungriges Herz


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