Unter dem Fluß

Unter dem Fluß fließt ein Fluß. Der Himmel
mit Kies tapeziert, es sickert. Wiederholt und
ruckhaft das formschöne Aufbäumen in heißem
Fett gekneteter Oberkörper, erigierte Warzen
Schlamm- oder Schleimhaut, biegsam und
gebunden in einen mondänen Fick. Sickern
nachhallender Lustgefühle, halb und halb
selbsterzeugend, wieder und wieder gereizte
Nerven, schläfriges postorgasmisches Glück
in das sich Langeweile schleicht, unter Schwall
und Zucken. Unter dem Fluß fließt ein Fluß
kalt und klar zum Kriegslärm der Turbinen-
kraftwerke, verlorene Bodenkontrolle, es
gibt ein Gesetz, das sich zu ergießen fordert


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