Wassermusik

Auf den verfallenden Kuppeln, in Tälern und
Klüften, an leicht durchdringbare Oberflächen
gehaftet. Gekreuzigt, Mensch, im Wellenbett
Der Rhein 2009 macht elektronische Musik
perdu fürs Erste die alte Masterfrage: wohin?
Denn es gibt jetzt Meßtechniken, Beweise
daß keine Welle länger als durchschnittlich
zweikommaacht Sekunden existiert. Sonare
die pingen. Signale, aufgebäumt zu Musik
heiße Debatten im Plenum der Weißfische
geht um satanistische Einflüsse und so. An
Land nur Landschaft, besetzt mit Statisten
Die Strömung wie sie beide Augenhöhlen
eines Schädels aus dem Zweiten Weltkrieg
durchmißt. Das alles hat seinen Sinn, eine
tiefere Bedeutung, deren Kern sorgfältig
gespalten in fließenden Körpern einlagert
Am Horizont, im Niesel, tanzen ein paar
Verrückte tatsächlich barfuß auf dem Fluß


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