im februar am rhein

schon akustisch zum kotzen das schnarrende
moewengeschwaetz am ufersaum. wie sie im
kies des gleithangs auf mobbing-opfer harren

vertrieben von grauen klaeffern, spritzend im
kargen pulverschneebelag. das ganze umland
vom bleichen himmel gefallen, einst sommers

zu heisz gewaschen & nun bereits seit wochen
ungebuegelt auffer leine. ueber die zoobruecke
jagen autos wie mobile hindernisse in einem

fruehen telespiel. den weg als ziel ausgerufen
nach einer beliebigen laotse-weisheit halb um
erloesung bettelnd, im sichtfeld der kathedrale

im flugfeld der moewen, mit ihrem boesartigen
gemecker, aus aengsten geboren, dabei stets
den naechsten schachzug laengst ausgeguckt

ihre fuszspuren bilden vektoren, anhand derer
sich auch menschliches schicksal hochrechnen
laeszt: der hunger, die gier & sucht nach naehe


Stichworte:
 
 
 

Ein Kommentar zu “im februar am rhein”

  1. Magmamagma
    9. Februar 2009 um 05:38

    Vögel nehmen doch einiges auf sich, damit sie fliegen können. Bin heute noch froh, nicht als Vogel geboren worden zu sein. Meine Hand würde ich trotzdem dafür nicht ins Feuer legen.

Kommentar abgeben: