Arnhem (3)

arnhem_stadtplanKunst im öffentlichen Raum: auf einem Haustor fanden wir diesen Werkstattplan zur Umverteilung der Kontinentalmassen ausgestellt

arnhem_jamaicaDie sogenannte “Jamaikanische Mauer” am Nordufer des Nederrijn

arnhem_mosaikReferenz an die Prilblume? (Mosaik an einem Hauseingang der Innenstadt)

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Arnhem (2)

arnhem_johnnie walkerSelbstvergessener Spaziergänger mit Johnnie Walker-Anmutung beim Wandeln an der Rijnkade

arnhem_eroticDurch die Fußgängerzone schweben Satzschwärme erotischen Inhalts

arnhem_reiherBraun gefiederter Reiher: spinkst nach dem Geschehen, tut dabei so, als sei er Bestandteil eines Blumenarrangements

arnhem_pinkefietsenEines der zahlreich in der Innenstadt verteilten pinkfarbenen Fahrräder lehnt fotogen an einer Mauer, dieweil sein Spiegelbild sich über eine Rampe davonmacht

arnhem_woranWoran denken wir eigentlich die ganze Zeit?

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Arnhem

arnhem_silhouetteStadtsilhouette mit dem verkleideten Turm der Grote Kerk in der Bildmitte

Von der Autobahn betrachtet, wir überqueren bei der Anfahrt mehrere Wasserläufe, neben dem Nederrijn wohl auch die Ijssel, eine leicht verwirrende Passage, scheint Arnhem zugleich vor und hinter uns zu liegen, als uns die Stimme des Navigationsgeräts penetrant ins Park and Ride-System am GelreDome, dem örtlichen Fußballstadion, komplimentiert. Den Transfer-Busfahrer sprechen wir versehentlich auf Deutsch an: umstandslos kommen die Antworten in hervorragendem Deutsch zurück. Nach wenigen Fahrtminuten ist die Innenstadt erreicht. Am futuristischen Hauptbahnhof steigen wir aus dem Bus und begeben uns ins Zentrum, eine weitläufige Fußgängerzone, die unsere Begleitung an die Freiburger Altstadt, uns selber an die Düsseldorfer Altstadt erinnert, und die tatsächlich als Mischung aus den genannten Altstädten beschrieben werden könnte, in der am Pfingstmontag viele Geschäfte geöffnet haben.

arnhem_altstadtAltstadtstraße mit Fahrrädern und ausgekipptem Müll zu Beginn der Stadtwanderung

arnhem_grote kerk_2Eusebiuskerk oder Grote Kerk

Mittelpunkt Arnhems ist die Grote Kerk, die wir mehrfach in Raubkatzenmanier umrunden. Ein Aufzug im Turminneren führt auf 70 Meter Höhe und bietet den bekanntesten Panoramablick über die Stadt. Im Laufe der Operation Market Garden im September 1944 wurde Arnhem großteils zerstört, die Einwohnerschaft evakuiert. Erinnerungen an die mit mäßigem bis umstrittenen Erfolg verlaufene Militäroperation der Alliierten sind im Stadtbild allgegenwärtig, Darstellungen des Fallschirmspringers häufig anzutreffen, Verfremdungen (“der fliegende Biertrinker”) des Themas ebenfalls. Stärker noch als der Luftmensch ist nur der Radfahrer im Stadtbild vertreten.

arnhem_fallschirmspringerFallschirmspringer in der Grote Kerk

arnhem_fallschirmspringer_2Fallschirmspringer auf einer Schautafel an der Rijnkade

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Was will der weiße Wal im Rhein

Im Zuge des fünfzigsten Jahrestags des Auftauchens eines Belugawals im Duisburger Hafen und an anderen Stellen im Rhein finden in zahlreichen Zeitungen Rückschauen auf das Ereignis statt, das 1966 Deutschland in den Bann gezogen hatte und Korrespondenten ausländischer Blätter an den Rhein eilen ließ. Dieser Tage finden insbesondere in Duisburg Gedenkaktionen statt. Bereits im Jahr seiner Sichtung gelangte Moby Dick, wie der Wal von der Presse genannt wurde, ins deutsche Liedgut – das Medium Terzett, eine auf simple humoristische Stimmungslieder spezialiserte Combo aus Osnabrück sang eine perfekt auf den rheinischen Karneval passende Schunkelhymne:

“Was will der weiße Wal im Rhein
Er hat gehört im Rhein soll Wein statt Wasser sein
Was will der weiße Wal?
Das wissen wir genau:
Der weiße Wal wär’ gern einmal
so richtig blau.”

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Die Brücke von Arnheim (2)

arnhem_die brücke von arnheim_2Die John Frostbrug über den Nederrijn ist in Deutschland über den Umweg Hollywood bekannt als “Die Brücke von Arnheim”. Benannt wurde die Brücke nach dem britischen Generalmajor John Frost (im Film dargestellt von Anthony Hopkins), der ihr Nordende mit seinen Fallschirmjägern im Rahmen der Operation Market Garden gegen eine deutsche Übermacht einnahm und zeitweise verteidigte. Heute überqueren in Arnhem vier Brücken den Nederrijn, der touristische Fokus liegt deutlich auf der John Frostbrug, die das Zentrum mit den südlich gelegenen Stadtteilen verbindet. Die pinkfarbenen Radler weisen auf den Giro d’Italia, dessen zweite und dritte Etappe dieses Jahr abwechselnd Start und Ziel in Arnhem und der am südlichen Rheinarm Waal gelegenen Nachbarstadt Nijmegen nahmen.

arnhem_die brücke von arnheimAm nördlichen Brückenende sind Schautafeln und ein Weltkriegsgeschütz aufgestellt, die über die Wendungen und Zerstörungen der Schlacht um Arnhem informieren.

arnhem_die brücke von arnheim_3Spiegelfragiler Brückenaufbau in den Scheiben eines Gebäudes an der Rijnkade, der Arnheimer Uferpromenade.

arnhem_die brücke_strichcodeAuf rätselhafte Weise applizierter Strichcode am nördlichen, im Wasser stehenden Stützpfeiler. Den Pfeiler zu sprengen war im Krieg ein Job, von dem keine Rückkehr eingeplant war.

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Rheinzitat (33)

“In der Eiszeit hatte der Rhein einen Durchmesser von zehn Kilometern, floss weit im Kölner Westen.”
(Aus einem Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger)

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Rhein-Kreis Neuss (2)

rkn_fenster im himmelAus Kraftwerkschloten gequollene Wolkenbäusche verteilen sich auf gefensterte Himmel

Über die Felder geht es von Köln mit dem Zug in den Rhein-Kreis Neuss, der erst seit 2003 so heißt und seither mit grafisch eigenständiger Beschilderung verblüfft. Verblüffend desweiteren, falls das zügig vorüberziehende Landschaftsbild nicht trügt: bei Pulheim wird neuerdings Wein angebaut. Je weiter sich die Landschaft von Köln wegbewegt, desto flacher, ausgeglichener, leerer erscheint das offene Feld. In der Ferne arbeiten die Wolkenmaschinen des Braunkohlegebiets auch am Wochenende. Wir erreichen Rheydt: der Rhein ist in diesem Teil des Rheinlands mindestens 20 Kilometer entfernt, hier fließt die Niers, die in der niederländischen Provinz Limburg in die Maas mündet. Im Rhein-Kreis Neuss dominieren das Schützenfest, die Enge in der Weite und die Miniatur: so berichtet uns ein Bäckermeister im Ruhestand wie er in Ermangelung akzeptabler Rheinnähe in der Niers, die an seinem Wohnort kaum einen halben Meter Wasserstand erreicht, das Schwimmen erlernt habe. Entlang der Straßen ziehen sich niersgespeiste Wasserrinnen, die Entengrütze, Eisvogel und Bisam beheimaten. Abends konnte man in dieser Gegend einst die Tage mit einem dicken Wumms umkippen hören.

rkn_horizontEinminütiges Horizontgold am Rande des Braunkohlegebiets Garzweiler

Auch nach Dormagen im Rhein-Kreis Neuss geht es von Köln aus über die Felder, diesmal mit dem Fahrrad, entlang des Rheins. Die kleineren Ortschaften um Köln wirken in ihrer provinziellen Mittelmäßigkeit gefangen. Daß Köln längst selbst provinziellen Anstrich trägt, scheint ihrer Ausrichtung gen Dom keinen Abbruch zu tun. In der Dormagener Fußgängerzone Kölner Straße findet, wie bei jedem unserer Besuche, ein Flohmarkt statt. Vergessen hatten wir, das Dormagen das wahrscheinlich am wenigsten fotogene Städtchen am gesamten Rheinlauf vorstellt: nichts, aber auch garnichts am Dormagener Zentrum bewirkt den Wunsch, den Auslöser zu betätigen. Unsere Frage nach touristischen Sehenswürdigkeiten beantwortet eine Einwohnerin mit Schulterzucken, besinnt sich aber und erzählt mit sorgsam bedachten Worten: daß die Kirche, der Pfarrer habe das einmal erwähnt, wegen ihres freistehenden Turms etwas Besonderes sei, worüber ein Schild genauere Auskunft gebe; daß, falls wir uns neu einkleiden wollten, dafür ein für Dormagener Verhältnisse gar nicht so schlechter Laden existiere, den sie guten Gewissens empfehlen könne; daß es bei den Ladenflächen zwar viel Leerstand gebe, man aber einen guten Latte Macchiato bekommen könne wie man ihn auch außerhalb Dormagens, sie sei erst vor zwei Jahren zugezogen, kenne; daß ihr einzig ein kleiner Lebensmittelladen fehle, der türkisches Fladenbrot und Antipasti biete, „etwas zum Schnubbeln“ wie sie es nenne. Mit diesen Hinweisen ausgestattet, machen wir uns zügig auf den Rückweg. Am ChemPark zücken wir in einem Anflug von Verzweiflung doch noch die Kamera, um die Stadt nicht völlig unabgebildet zu verlassen.

rkn_dormagen chemparkEs gibt nichts zu fotografieren in Dormagen

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Der Rhein als Skulpturist

skulptur in köln
Vom Rhein bearbeitetem Geröll, das insbesondere im Alpenraum ästhetische Wertschätzung erfährt, indem Anwohner die auf wandernden Kiesbänken vorzufindenden, polierten und geschliffenen, in seltenen Fällen auch gelochten Steine als häufig anzutreffende Haus- und Gartenzierde verwenden, haben wir bereits eine Serie (mit bisher rund 20 Bildartikeln, die teils erstaunliche Funde nachweisen) gewidmet. Seit Millionen Jahren hält die bildhauerische Tätigkeit des Rheins bereits an und wird täglich aufs neue fortgesetzt. Dafür daß der Rhein eines der ältesten und größten Bildhauer-Ateliers des Erdkreises vorstellen dürfte, wird seinem skulpturalen Werk bisher verschwindend geringe Aufmerksamkeit zuteil.

Wie von Menschenhand errichtet wirkt diese vom Fluß  bearbeitete und vorübergehend (ohne feste Datumsangabe) präsentierte Metall-Skulptur am Kölner Ufer. Unser Korrespondent Roland Bergère fand sie vergangene Woche unter beißender Sonne, dokumentierte den Fund und notierte, daß die ästhetische Einordnung vermutlich im weitläufigen Graubereich zwischen den mbulu ngulu (Reliquiarwächterfratzen der Bakota) und kubistischen Ansätzen anzusiedeln sei (“unklar bleibt nach eingehender Prüfung, ob es sich um ein vorderseitiges Antlitz oder ein Profil oder eine Vermengung von beidem handelt”), wobei letzterem die Frage offenbliebe, ob sich die Ausdrucksform stärker an Picasso oder doch eher an experimentellen Techniken Max Ernsts (als Tribut an den aus dem Rheinland stammenden Künstler) orientiere. Desweiteren habe sich der Gedanke aufgedrängt, ob nach Eisen-, Bronze- und Kupferzeit von der Gegenwart als Rostzeit gesprochen werden könnte.

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Fontane über die Via Mala

“Auf Beschreibung dieses großen Stücks Natur laß ich mich nicht ein; diese undankbare Aufgabe überlaß ich den Touristen generis communis, die keine Ahnung davon haben, daß die äußerliche Beschreibung nur klein macht und daß die Schilderung der Wirkung dieser Szenerie nur von einem Poeten in seiner besten Stunde geleistet werden kann. Nur eins. Ich hätte nicht geglaubt, daß nach allem, was ich in meinem Leben gesehen habe, ich noch so mächtig von Dingen dieser Art bewegt werden könnte.”

(Theodor Fontane in einem Brief an seine Frau. In “Der Stechlin” klingt Fontanes Staunen vor der Via Mala nochmal anders, fraglich ob die Niederschrift zu seiner besten Stunde stattfand, immerhin taucht ein Drache auf.)

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Mallorquinischer Rhein

andreas ammer_mallorca

Urbane Architektur, angefressene Fassaden, entvölkerte Plätze, Wohnghettos, Kioske und Imbißbuden sind bevorzugte Objekte für den Berliner Fotografen Andreas Ammer, wenn er auf Streifzüge mit der Kamera geht. Auf seiner Website ist eine übersichtliche Auswahl solcher Arbeiten präsentiert.

Das mallorquinische Rheinzeugnis, das wir mit freundlicher Genehmigung des Fotografen präsentieren, wurde vor wenigen Wochen in Santa Ponça aufgenommen.

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Mary Kochs Loreley

“Dämm’rung naht auf leisem Fuße,
Schatten ziehen still heran,
Doch in lichten Purpurflammen
Glüht der Wolkenocean.

Graue Nebelschleier hüllen
Schon die fernen Berge ein,
Nur der Schlösser stolze Zinnen
Glänzen noch im Abendschein.

Süße Feierstunde kündet
Aus dem Thal der Glocke Klang,
Zu den Hügeln noch ein Fischer
Sendet seinen Nachtgesang:

“Neigt der Tag sich seinem Ende,
Ist der Hände Werk vollbracht,
Klingt es tröstend allen Müden:
Gute Nacht! Gute Nacht!

Mutter, die mit treuer Sorge
Meinen Lebensweg bewacht,
Schließ’ die lieben müden Augen:
Gute Nacht! Gute Nacht!

Schlafe wohl auch du, Geliebte,
Daß dein Blick mir heller lacht,
Wenn ich morgen froh dich grüße.
Gute Nacht! Gute Nacht!

Bald auch mich umfängt der Schlummer,
Doch der Vater droben wacht. -
Herr der Welt, dir gilt mein letztes
Gute Nacht! Gute Nacht!”

Und der Schiffer treibt den Nachen
langsam zu dem stillen Strand,
Kettet dann ihn an den Pfosten,
Eingerammt im Ufersand.”

Der gewählte Ausschnitt zu Beginn des elften Gesangs mag die Langatmigkeit der Loreley von Mary Koch exemplarisch verdeutlichen, der Untertitel “Episch-Lyrische Dichtung in elf Gesängen” darf aus heutiger Sicht als Warnung vor naheliegenden Reimen in erstaunlicher Schlagzahl verstanden werden: auf gut 200 Seiten entfaltet sich eine ausufernd-überflüssige Bearbeitung des Loreley-Stoffes, niedergelegt 1884 (Verlag von Carl Barth, Stuttgart), als die literarische Epoche der Rheinromantik bereits einige Jahrzehnte auf dem Buckel hatte und die Schwelle zu neuen Betrachtungsweisen längst betreten war. Koch bekrittelt im Vorwort “mangelnde historische und lokale Hintergründe” der vorangegangenen essentiellen Loreley-Bearbeitungen (Brentano, Heine, Geibel) und meint damit, daß die Loreley zu erwähnen, ohne bei den Römern zu beginnen, die den Wein an den Rhein brachten und ihm in Bacharach einen Altar bauten, unbedingt zu kurz gegriffen sein müsse. So dient das mittelalterliche Bacharach als Kulisse und wird Lore bei Koch zu Meister Hartwin Vois’, des Feuerweinkochers Tochter, einer bescheidenen und an Schönheit längs des Stroms unangefochtenen Weinkönigin, “ein historischer und lokaler Hintergrund”, der auf ähnlichem Erfindungsgeist beruhen dürfte wie die Version Brentanos, der als erster den Mythos verschriftlichte, ihn womöglich zur Gänze erfand. Der schwäbische Pfalzgraf Otto bricht der jungen Lore bei Mary Koch nach wenig mehr als hundert Strofen das Herz, die enttäuschte Jungfer schwört Rache, welche ihr die Rheinnixen, die ihren Kummer vernehmen, gegen einen Deal genehmigen: für die Vernichtung des Heuchlers muß Lore dem Rhein sich vermählen, um seine Königin zu werden. Dem Koch’schen Epos möchten wir an dieser Stelle (nicht nur wegen des gewählten Ausschnitts) durchschlagende Kraft als Einschlafhilfe attestieren und der Handlung nicht weiter vorgreifen, wohl aber anmerken, daß außer der Autorin womöglich noch niemand das Epos von Anfang bis Ende gelesen haben mag, worin wiederum eine Herausforderung bestünde, die wir gerne an unsere Leserschaft weitergeben.

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Victor Hugo am Rheinfall in seinem Gehirn

Mon ami, que vous dire ? Je viens de voir cette chose inouïe. Je n’en suis qu’à quelques pas. J’en entends le bruit. Je vous écris sans savoir ce qui tombe de ma pensée. Les idées et les images s’y entassent pêle-mêle, s’y précipitent, s’y heurtent, s’y brisent, et s’en vont en fumée, en écume, en rumeur, en nuée. J’ai en moi comme un bouillonnement immense. Il me semble que j’ai la chute du Rhin dans le cerveau.

J’écris au hasard, comme cela vient. Vous comprendrez si vous pouvez.

On arrive à Laufen. C’est un château du treizième siècle, d’une fort belle masse et d’un fort beau style. Il y a à la porte deux guivres dorées, la gueule ouverte. Elles aboient. On dirait que ce sont elles qui font le bruit mystérieux qu’on entend.

On entre.

On est dans la cour du château. Ce n’est plus un château, c’est une ferme. Poules, oies, dindons, fumier ; charrette dans un coin ; une cuve à chaux. Une porte s’ouvre. La cascade apparaît.

Spectacle merveilleux !
Effroyable tumulte ! Voilà le premier effet. Puis on regarde. La cataracte découpe des golfes qu’emplissent de larges squames blanches. Comme dans les incendies, il y a de petits endroits paisibles au milieu de cette chose pleine d’épouvante ; des bosquets mêlés à l’écume ; de charmants ruisseaux dans les mousses ; des fontaines pour les bergers arcadiens de Poussin, ombragées de petits rameaux doucement agités. ― Et puis ces détails s’évanouissent, et l’impression de l’ensemble vous revient. Tempête éternelle. Neige vivante et furieuse.

Le flot est d’une transparence étrange. Des rochers noirs dessinent des visages sinistres sous l’eau. Ils paraissent toucher la surface et sont à dix pieds de profondeur. Au-dessous des deux principaux vomitoires de la chute, deux grandes gerbes d’écume s’épanouissent sur le fleuve et s’y dispersent en nuages verts. De l’autre côté du Rhin, j’apercevais un groupe de maisonnettes tranquilles, où les ménagères allaient et venaient.

Pendant que j’observais, mon guide me parlait. ― Le lac de Constance a gelé dans l’hiver de 1829 à 1830. Il n’avait pas gelé depuis cent quatre ans. On y passait en voiture. De pauvres gens sont morts de froid à Schaffhouse. ―

Je suis descendu un peu plus bas, vers le gouffre. Le ciel était gris et voilé. La cascade fait un rugissement de tigre. Bruit effrayant, rapidité terrible. Poussière d’eau, tout à la fois fumée et pluie. À travers cette brume on voit la cataracte dans tout son développement. Cinq gros rochers la coupent en cinq nappes d’aspects divers et de grandeurs différentes. On croit voir les cinq piles rongées d’un pont de titans. L’hiver, les glaces font des arches bleues sur ces culées noires.

Le plus rapproché de ces rochers est d’une forme étrange ; il semble voir sortir de l’eau pleine de rage la tête hideuse et impassible d’une idole hindoue, à trompe d’éléphant. Des arbres et des broussailles qui s’entremêlent à son sommet lui font des cheveux hérissés et horribles.

A l’endroit le plus épouvantable de la chute, un grand rocher disparaît et reparaît sous l’écume comme le crâne d’un géant englouti, battu depuis six mille ans de cette douche effroyable.

Le guide continue son monologue. ― La chute du Rhin est à une lieue de Schaffhouse. La masse du fleuve tout entière tombe là d’une hauteur de « septante pieds ». ―

L’âpre sentier qui descend du château de Laufen à l’abîme traverse un jardin. Au moment où je passais, assourdi par la formidable cataracte, un enfant, habitué à faire ménage avec cette merveille du monde, jouait parmi des fleurs et mettait en chantant ses petits doigts dans des gueules-de-loup roses.

Ce sentier a des stations variées, où l’on paie un peu de temps en temps. La pauvre cataracte ne saurait travailler pour rien. Voyez la peine qu’elle se donne. Il faut bien qu’avec toute cette écume qu’elle jette aux arbres, aux rochers, aux fleuves, aux nuages, elle jette aussi un peu quelques gros sous dans la poche de quelqu’un. C’est bien le moins.

Je suis parvenu par ce sentier jusqu’à une façon de balcon branlant pratiqué tout au fond, sur le gouffre et dans le gouffre.

Là, tout vous remue à la fois. On est ébloui, étourdi, bouleversé, terrifié, charmé. On s’appuie à une barrière de bois qui tremble. Des arbres jaunis, ― c’est l’automne, ― des sorbiers rouges entourent un petit pavillon dans le style du café turc, d’où l’on observe l’horreur de la chose. Les femmes se couvrent d’un collet de toile cirée (un franc par personne). On est enveloppé d’une effroyable averse tonnante.

De jolis petits colimaçons jaunes se promènent voluptueusement sous cette rosée sur le bord du balcon. Le rocher qui surplombe au-dessus du balcon pleure goutte à goutte dans la cascade. Sur la roche qui est au milieu de la cataracte, se dresse un chevalier troubadour en bois peint appuyé sur un bouclier rouge à croix blanche. Un homme a dû risquer sa vie pour aller planter ce décor de l’Ambigu au milieu de la grande et éternelle poésie de Jéhovah.

Les deux géants qui redressent la tête, je veux dire les deux plus grands rochers, semblent se parler. Ce tonnerre est leur voix. Au-dessus d’une épouvantable croupe d’écume, on aperçoit une maisonnette paisible avec son petit verger. On dirait que cette affreuse hydre est condamnée à porter éternellement sur son dos cette douce et heureuse cabane.

Je suis allé jusqu’à l’extrémité du balcon ; je me suis adossé au rocher.

L’aspect devient encore plus terrible. C’est un écroulement effrayant. Le gouffre hideux et splendide jette avec rage une pluie de perles au visage de ceux qui osent le regarder de si près. C’est admirable. Les quatre grands gonflements de la cataracte tombent, remontent et redescendent sans cesse. On croit voir tourner devant soi les quatre roues fulgurantes du char de la tempête.

Le pont de bois était inondé. Les planches glissaient. Des feuilles mortes frissonnaient sous mes pieds. Dans une anfractuosité du roc, j’ai remarqué une petite touffe d’herbe desséchée. Desséchée sous la cataracte de Schaffhouse ! Dans ce déluge, une goutte d’eau lui a manqué. Il y a des cœurs qui ressemblent à cette touffe d’herbe. Au milieu du tourbillon des prospérités humaines, ils se dessèchent. Hélas ! C’est qu’il leur a manqué cette goutte d’eau qui ne sort pas de la terre, mais qui tombe du ciel, l’amour !

Dans le pavillon turc, lequel a des vitraux de couleur, et quels vitraux ! Il y a un livre où les visiteurs sont priés d’inscrire leurs noms. Je l’ai feuilleté. J’y ai remarqué cette signature : Henri, avec ce paraphe : (hier im Original die Abbildung eines einfachen verschnörkelten handgezeichneten, vielleicht lateinischen, vielleicht auch griechischen Buchstabens; Anm. rheinsein) Est-ce un V ?

Combien de temps suis-je resté là, abîmé dans ce grand spectacle ? Je ne saurais vous le dire. Pendant cette contemplation, les heures passeraient dans l’esprit comme les ondes dans le gouffre, sans laisser trace ni souvenir.

Cependant on est venu m’avertir que le jour baissait. Je suis remonté au château, et de là je suis descendu sur la grève d’où l’on passe le Rhin pour gagner la rive droite. Cette grève est au bas de la chute, et l’on traverse le fleuve à quelques brasses de la cataracte. On s’aventure pour ce trajet dans un petit batelet charmant, léger, exquis, ajusté comme une pirogue de sauvage, construit d’un bois souple comme de la peau de requin, solide, élastique, fibreux, touchant les rochers à chaque instant et s’y écorchant à peine, manœuvré comme tous les canots du Rhin et de la Meuse, avec un crochet et un aviron en forme de pelle. Rien n’est plus étrange que de sentir dans cette coquille les profondes et orageuses secousses de l’eau.

Pendant que la barque s’éloignait du bord, je regardais au-dessus de ma tête les créneaux couverts de tuiles et les pignons taillés du château qui dominent le précipice. Des filets de pêcheurs séchaient sur les cailloux au bord du fleuve. On pêche donc dans ce tourbillon ? Oui, sans doute. Comme les poissons ne peuvent franchir la cataracte, on prend là beaucoup de saumons. D’ailleurs dans quel tourbillon l’homme ne pêche-t-il pas ?

Maintenant je voudrais résumer toutes ces sensations si vives et presque poignantes. Première impression : on ne sait que dire, on est écrasé comme par tous les grands poèmes. Puis l’ensemble se débrouille. Les beautés se dégagent de la nuée. Somme toute, c’est grand, sombre, terrible, hideux, magnifique, inexprimable.

De l’autre côté du Rhin, cela fait tourner des moulins.

Sur une rive, le château ; sur l’autre, le village, qui s’appelle Neuhausen.

Tout en nous laissant aller au balancement de la barque, j’admirais la superbe couleur de cette eau. On croit nager dans de la serpentine liquide.

Chose remarquable, chacun des deux grands fleuves des Alpes, en quittant les montagnes, a la couleur de la mer où il va. Le Rhône, en débouchant du lac de Genève, est bleu comme la Méditerranée ; le Rhin, en sortant du lac de Constance, est vert comme l’océan.

Malheureusement le ciel était couvert. Je ne puis donc pas dire que j’aie vu la chute de Laufen dans toute sa splendeur. Rien n’est riche et merveilleux comme cette pluie de perles dont je vous ai déjà parlé, et que la cataracte répand au loin ; cela doit être pourtant plus admirable encore lorsque le soleil change ces perles en diamants et que l’arc-en-ciel plonge dans l’écume éblouissante son cou d’émeraude, comme un oiseau divin qui vient boire à l’abîme.

De l’autre bord du Rhin, d’où je vous écris en ce moment, la cataracte apparaît dans son entier, divisée en cinq parties bien distinctes qui ont chacune leur physionomie à part et forment une espèce de crescendo. La première, c’est un dégorgement de moulins ; la seconde, presque symétriquement composée par le travail du flot et du temps, c’est une fontaine de Versailles ; la troisième, c’est une cascade ; la quatrième est une avalanche ; la cinquième est le chaos.

Un dernier mot, et je ferme cette lettre. À quelques pas de la chute, on exploite la roche calcaire, qui est fort belle. Du milieu d’une des carrières qui sont là, un galérien, rayé de gris et de noir, la pioche à la main, la double chaîne au pied, regardait la cataracte. Le hasard semble se complaire parfois à confronter dans des antithèses, tantôt mélancoliques, tantôt effrayantes, l’œuvre de la nature et l’œuvre de la société.

(aus Victor Hugo: Le Rhin, Lettres à un ami, 1842)

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Presserückschau (April 2016)

1
“Kaum irgendwo sonst in Deutschland fahren so viele Menschen mit dem Fahrrad wie am Niederrhein. (…) Kein Wunder also, dass sich am Niederrhein sogar ein eigenes Verleihsystem für Fahrräder etabliert hat. (…) Diese befinden sich vor allem in Hotels, an Bahnhöfen und Radstationen. Auch im Infocenter an der Rheinpromenade Emmerich stehen zehn der insgesamt 1000 in der Fahrradflotte vorhandenen Räder zur Verfügung. Es handelt sich dabei um “apfelgrüne Gazellen”, hochwertige Unisex-Räder, die bei der niederländischen Firma “Koninklijke Gazelle” von Hand gefertigt werden. Da die Sattelhöhe per Schnellspanner ohne Werkzeug einstellbar ist, ist das Rad für alle Größen geeignet. Gel-Sattel, bedienungsfreundliche Sieben-Gang-Schaltung, eine sichere Rücktrittbremse, ein leichtläufiger Nabendynamo für Licht und eine Spezialbereifung gegen Plattfüße bieten einen großen Fahrkomfort.” (Rheinische Post)

2
In Mainz sahen Passanten in Höhe des Kaisertors eine Person “im Rhein schwimmen und untergehen”. Die Person sei “mehrfach wenige Meter in Richtung Flussmitte geschwommen und wieder zum Ufer zurückgekehrt (…). Beim letzten Versuch, das Ufer zu erreichen, sei die Person untergegangen. (…) Nach den ersten Ermittlungen der Polizei handelt es sich bei dem Vermissten um einen 23 Jahre alten Zuwanderer aus Eritrea.” (Rüsselsheimer Echo)

3
§Seit mehreren hundert Jahren ist zum ersten Mal wieder ein Biber im Rheingau gesichtet worden. Davon ist jedenfalls der Naturschutzbund Hessen überzeugt (…). Es sei aber noch rätselhaft, woher das Tier komme. Es könne vom Oberrhein hergeschwommen sein, zum Beispiel aus dem Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue vorbei an Mainz und Wiesbaden. Möglich sei aber auch, dass er aus der Nahe gekommen sei, bei Bad Kreuznach gebe es ein Bibervorkommen. Die Tiere nutzen große Ströme wie Rhein, Rhône und Elbe zur Ausbreitung.” (Wiesbadener Kurier)

4
“Zwischen Volta-Platz und Rheinufer wird (…) nicht nur die modern gestaltete Rheinufer-Promenade mit dem Namen „Elsässerrheinweg“ eingeweiht, sondern auch ein grenzüberschreitender „Dreyland-Dichterweg“, den neben dem Kanton Basel-Stadt auch die Städte Huningue und Weil am Rhein realisiert haben. (…) Das Gedicht auf einer Tafel im Weiler Rheinpark, verfasst von Werner Richer, lautet:

Wiil am Rhii

E Fluss, wo trennt,
e Bruck, wo bindet,
kei Hass, wo brennt,
e Bruck, wo findet
e Fremde heim,
e Bruck zue eim.

Es wurden 24 Tafeln realisiert, davon werden sieben auf der französischen Seite, acht auf deutscher und neun auf Schweizer Seite installiert. Die Autoren wurden so angeordnet, dass pro Land je vier Gedichte aus den Nachbarländern zu lesen sind.” (Weiler Zeitung)

5
Die Häfen Basel-Nord und Basel-Süd sollen ausgebaut werden, der Weiler Hafen ein neues Terminal erhalten: “Das Güterverkehrsaufkommen wächst laut aller Prognosen weiter. Während die Kapazität auf der Straße ausgereizt scheint, bieten Schiene und Schifffahrt noch Reserven. Vor dem Hintergrund sind die Aus-, Umbau und Modernisierungsprojekte der Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) in Basel zu sehen, aber auch das Containerterminal, das im nördlichen Teil des Weiler Hafens angedacht ist – zumal Container als Transportgefäß der Zukunft gelten. Unter dem Strich summieren sich die Vorhaben auf Investitionen von bis zu 250 Millionen Euro.” (Badische Zeitung)

6
“Polizisten haben in Düsseldorf einen Einbrecher aus einem Wasserloch an einem alten Flussbett des Rheins gezogen. Der 25-Jährige war (…) zusammen mit einem 23 Jahre alten Komplizen in ein Wohnhaus eingestiegen und hatte Schmuck gestohlen. Dabei waren die beiden aber so laut, dass Nachbarn verdächtige Geräusche hörten und die Polizei alarmierten. Mit Hilfe eines Hubschraubers konnte die Polizei die beiden Männer schnell aufspüren. Den 23-Jährigen erwischten sie unter einem Carport. Der andere Einbrecher hatte sich in ein Sumpfgebiet geflüchtet und war in das Wasserloch gestiegen. Er ließ sich von den Beamten widerstandlos aus dem Morast ziehen (…)” (Berliner Zeitung)

7
“Seit Langem versuchen Naturschützer und Fischer am Rhein heimischen Jungfischen Lebensräume zu geben. Ob sie damit Erfolg haben, ist jedoch zweifelhaft. Denn statt der erhofften Barben oder Maifische ziehen sie Grundeln aus dem Strom. (…) Die Süßwasserfische schnappen schneller zu als andere. Sie gelten als aggressiv und robust. Experten warnen, dass sie heimische Rheinfische wie den Gründling verdrängten. (…) Tatsächlich machen Grundeln bis zu 60 Prozent des Fangs von Rheinanglern aus, heißt es bei der Oberen Fischereibehörde in Düsseldorf. Die Schwarzmundgrundel dominiert dabei. Im Gewichtsvergleich sind es aber kleine Fische: Nur vier Prozent der gesamten Fischbiomasse im Rhein sind Grundeln.” (WAZ)

8
“Wer zurzeit am Bad Godesberger Rheinufer unterwegs ist, kann ihn nicht übersehen: den sogenannten Nassbagger, mit dem das Wasser- und Schifffahrtsamt Köln (…) rund 3500 Kubikmeter Sand und Kies aus dem Rhein schaufelt. (…) Durch die hohen Wasserstände in den vergangenen Monaten haben Kiesablagerungen dafür gesorgt, dass die Fahrrinne des Flusses schmaler und flacher geworden ist (…). Das soll sich nun ändern. Rückt der Bagger wieder ab, wird die Fahrrinne wieder 2,50 Meter tief und 150 Meter breit sein. Doch das dauert seine Zeit. Gut zwei Wochen lang wird in der Nähe des Rüngsdorfer Schwimmbades, zwischen Rheinkilometer 645,9 und 646,6, gearbeitet.” (General-Anzeiger)

9
“Le canal des Français” heißt das Grabensystem, das einst im 17. Jahrhundert angelegt wurde, um das Grundwasserniveau im Burggraben um die Festung La Citadelle zu regulieren. 6000 Soldaten lebten in der von Vauban geplanten Festung einst zwischen dem Rhein und der Stadt Straßburg. Der “Canal des Français” bildete eine Grenze und leitete das Wasser in Richtung Norden ab, bis es hinter dem heutigen Stadtviertel Robertsau durch die Felder in die Ill fließen konnte. Die heute bestehenden Hafenbecken existierten damals ebenso wenig wie der Rhein-Marne-Kanal. Gut 50 Jahre ist her, dass der “Canal des Français” aufgegeben, teilweise zugeschüttet und überbaut wurde. Für rund eine Million Euro hat die Stadt Straßburg Teile des einstigen Kanals wieder ausgegraben, so dass sie sich mit Grundwasser füllen konnten.” (Badische Zeitung)

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“Bei dem in der Nähe von Düsseldorf im Rhein entdeckten Leiche handelt es sich um den 20-jährigen Marius B. aus Bonn.
Die rechtsmedizinische Untersuchung des Verstorbenen hat ergeben, dass es sich zweifelsfrei um den (…) vermissten 20-Jährigen aus Bonn handelt. Er war nach einer Feier in Niederkassel nicht nach Hause zurückgekehrt und spurlos verschwunden. Nach Angaben der Rechtsmediziner und dem derzeitigen Ermittlungsstand ergeben sich keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. (…) Die Kripo geht inzwischen davon aus, dass Marius B. (…) nach dem Besuch des Junggesellenfestes in Niederkassel in den Rhein gefallen und dann ertrunken ist. Er muss allerdings noch einige Zeit zu Fuß unterwegs gewesen sein, da das Gebäude, in der die Jungesellenfeier stattgefunden hat, nicht unmittelbar am Rhein liegt. Die Strömung muss den Leichnam dann bis Düsseldorf getragen haben.” (WDR)

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“Anlässlich des 30. Jahrestags der Atomkatastrophe von Tschernobyl haben tausende deutsche, französische und schweizerische Atomkraftgegner auf mehreren Brücken über den Rhein an die Opfer des Unglücks erinnert und gegen Atomenergie demonstriert. Bei den Protesten zwischen dem schweizerischen Basel und dem französischen Straßburg forderten die Demonstranten (…) insbesondere die Schließung des umstrittenen französischen Atomkraftwerks Fessenheim. Laut (…) der Initiative Stopp Fessenheim demonstrierten auf den beiden Rhein-Brücken zwischen Marckolsheim und Sasbach sowie in Chalampé jeweils 1200 Menschen. Auf der Europabrücke zwischen Kehl und Straßburg nahmen laut einem AFP-Reporter 300 Demonstranten an einer Kundgebung teil. Das an der deutschen Grenze am Rhein gelegene Fessenheim ist das älteste Atomkraftwerk Frankreichs und steht wegen zahlreicher Pannen in der Kritik.” (Donaukurier)

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Nicht unüblich sei es, daß Rehe versuchten den Rhein zu durchschwimmen um ans andere Ufer zu gelangen und dabei verendeten, berichtet der WDR. In Duisburg haben Hafenarbeiter an zwei Tagen im April insgesamt drei Rehe aus einem Hafenbecken gerettet: “Die Tiere zittern förmlich und sind völlig erschöpft. Die Männer bringen die Rehe jedes Mal auf’s Land und wärmen sie dort mit Decken auf. Und die sind so geschwächt, dass sie nicht ein mal fliehen wollen. Innerhalb weniger Minuten sind die Tiere aber wieder fit und werden in die Freiheit entlassen. Wie die Tiere ins Wasser gekommen sind, wissen die Tierretter nicht.”

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“„Go bananas“ heißt im Englischen: ausflippen. Das passt. Denn ein bisschen verrückt ist Les Donohue-Bromley auch, der auf seiner „Go Banana“-Tour auf einem aufblasbaren Bananen-Boot 4000 Kilometer über diverse Flüsse von Rotterdam bis ans Schwarze Meer in Bulgarien gelangen will. Per Anhalter über den Rhein kam er (…) in Emmerich an. (…) Start der Reise war ausgerechnet am 1. April, weshalb viele seine Tour schon als Aprilscherz abtaten. Bisher hat er schon allerhand erlebt: Er wurde schon zweimal von Hochschulen eingeladen (Rotterdam und Wageningen), hat eine Terror-Übung der Feuerwehr in Arnheim miterlebt, ist singend auf einer Bühne in einer Bar geendet, hat sich mit einem niederländischen Schwertkampfmeister in Ritterausrüstung duelliert (und verloren), wurde ins Kriegsmuseum eingeladen, hat als erster Gast auf einem eine Stunde jungen Schiff in Arnheim ein Fünf-Gang-Menü verspeisen dürfen, bevor dieses auf seine Jungfernfahrt nach Amsterdam startete.” (WAZ)

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Rheinzitat (32)

“Werte Fahrgäste, unser Zug wird bis Koblenz linksrheinisch umgeleitet. Nicht, dass Sie denken, der Fluss ist weg. Er ist auf der anderen Seite.”
(Zugdurchsage bei der Deutschen Bahn, unbestätigte Quelle)

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rhein, bosphorisch

wustmann_rhein von oben

im anflug wieder auf den grauen
rhein bosphorisch in gedanken an-
und ausgeführt / den styx: ein drama
von türmen und brücken gesäumt

die andere seite der uferwiesen
und rückkehr: wohin? woraus
schält sich diese rheinische
gewissheit geteilter städte am

grund ihrer flüsse / am abgrund?
nie will man im zwielicht bleiben
wo uferschafe grasen könnte man
katzenspuren suchen / man könnte

die tage bis zum nächsten
abflug zählen (man könnte)

(Gedicht und Bild von Gerrit Wustmann)

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